Grammy-Gewinner nutzen Merging-Entwicklungen

Wir freuen uns zu sehen, dass die Entwicklungen von Merging wie Horus, Hapi und Pyramix bei den Profis zum Einsatz kommen – zum Beispiel bei den b-sharp Studios in Berlin, die wir kürzlich besucht haben

Matthias Erb (l), Martin Kistner (2.v.l.), Philipp Nedel (2.v.r.) / b-sharp und Thomas Römann (3.v.l.) and Max Bähr (r) / Digital Audio Service

Das Team um Martin Kistner hat das Album The Composer von Leonard Bernstein gemastert, welches den Grammy 2018 für das beste historische Album abgeräumt hat. Noch dazu können sich die Jungs eine weitere Nominierung, nämlich The Goldberg Variations – The Complete Unreleased Recording Sessions June 1955 auf die Liste schreiben.

Wir gratulieren!

Video: Workstations vernetzen mit ANEMAN

Im Anschluss an den Workshop bei der proaudio.academie präsentiert Maurice Engler von Merging die Audio-NEtwork-MANager Software ANEMAN. Am Beispiel eines Setups mit zwei unterschiedlichen Workstations und zwei Hapi-Devices zeigt er, wie (einfach) es funktioniert!

Mehr Infos über ANEMAN

// ENGLISH VIDEO BELOW!

 

After the successful workshop last week, Maurice Engler from Merging offers some worth-knowing expertise about the Audio-NEtwork-MANager software ANEMAN. Based on setup of two different workstations and two HAPI-devices he shows how (easily) it works!

More information about ANEMAN

Bauer Studios: Pyramix trifft Avid S6

Wie gut Pyramix mit einer Avid S6-Konsole und EUCON-Oberflächen harmoniert, zeigt das Setup der Bauer Studios.

Bauer Studios ist das älteste private Recording-Studio in Deutschland mit einer fast 70-jährigen Tradition und war schon immer bekannt für exzellente Aufnahmen und die Nutzung von High-End-Technologie. Der Hauptfokus liegt auf der Aufnahme akustischer Musik, hier sind vor allen Genres wie Jazz, Klassik und Brass-Musik vertreten, aber auch umfassende Stimmaufnahmen und Soundproduktionen für individuelle Projekte finden statt.

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Kürzlich wurde das alte Studio 2 in ein state-of-the-art Recording-Studio umgebaut.*

Ein Dolby-Atmos Speaker-Setup und die Möglichkeit der Videoprojektion erlauben die Arbeit an Filmvertonungen. Es gibt einen mittelgroßen Live-Room, der für alle Arten von Stimm- und Gesangsaufnahmen ausgelegt ist. Mithilfe einer 40-kanaligen Verbindung zum größeren Live-Room sind auch Orchesteraufnahmen und mehr möglich. Das Herzstück der Regie bildet ein Avid S6-Pult. Die hohe Flexibilität dieses Controllers zeigt sich in der Kompatibilität mit Pro Tools und anderen Workstations. Ein Pyramix-System, verbunden mit dem S6, kann jederzeit für Aufnahme und Mix genutzt werden. Dies bringt spürbare Vorteile im Workflow, speziell für Projekte im Bereich der klassischen Musik.

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Bauer Studios arbeiten mit insgesamt 5 Pyramix-Systemen, verbunden mit diversen Horus und Hapis, die für Studiosessions, On-location-Aufnahmen, Bearbeitung und Mastering genutzt werden.

Im Hauptstudio verbindet ein Horus das Masscore Pyramix System mit den 60 Kanälen des Neve VXS-Pults. Für On-location Aufnahmen gibt es ein weiteres Masscore System, verbunden mit einem Horus mit 48 Mikrofon-Inputs. Dies ermöglicht kleine Solo- oder Kammermusikaufnahmen, aber auch groß angelegte Orchesterproduktionen jeder (virtuellen) Größe – zumal es so aufgerüstet werden kann, dass über 100 Spuren mithilfe externer Vorverstärker aufgenommen werden können.

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Die meisten Aufnahmen, die in den Bauer Studios aufgenommen werden, werden ebenso mithilfe eines Hapi/Masscore Systems gemastert.

Neben dem hohen digitalen Standard wurde bei Bauer auch stets Wert auf analoges Equipment gelegt, von analogem Mastering-Gear bis zu verschiedenen Tape-Maschinen und einer 60-Kanal Neve VXS-Konsole in Studio 1. Diese sind nun perfekt integriert mit den Pyramix Workstations, um sowohl aus digitaler als auch analoger Perspektive alle Vorteile zu genießen.

“in einer früheren Version dieses Beitrages hatten wir d.a.s. als für das technische Konzept dieses Studios Verantwortlichen genannt. Das stimmt in diesem Fall nicht, tatsächlich waren das die Kollegen von SMM und mb akustik. Wir bitten um Entschuldigung für diesen Fehler!”

Tonstudio Tessmar

Aussenansicht

Tonstudio Tessmar in Hannover macht Ernst und kombiniert neueste 3D-Audio-Technologie mit allerfeinstem Equipment für High-End Recording unter einem Dach.
Zwei Regien, ein brandneuer und höchst beeindruckender Aufnahmesaal, zwei weitere Aufnahmeräume sowie diverse periphere Locations werden über ein vollredundantes DANTE-Netzwerk nahtlos in eineinander integriert. Maximale Flexibiliät und Qualität managed bei Nuendo & Nuage.
Wir freuen uns, die audiotechnische Planung, Einrichtung des Audio-Netzwerks und Installation der Audiotechnik gemacht haben zu dürfen.

Verbaut wurden unter anderem 2 Nuage Pulte in Kombination mit Nuendo 8 und Neumann KH-420/310 als Abhören. Das Mastering-Studio besitzt ein Auro 3D Setup welches zugleich für 5.1 Mischungen verwendet werden kann. Mobile Racks verbaut mit DAD AX32 Interfaces liefern im großen Aufnahme und Konzertsaal die nötige Flexibilität und unkomplizierte Anbindung über das Dante Netzwerk in die Haupt- und Masteringregie.

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Beschreibung

Der Neubau wurde konsequent als Tonstudio für Tonaufnahmen und Veranstaltungsort mit modernster hochwertiger Technik konzipiert. Unter einem Dach bietet Tonstudio Tessmar Ton- und Video-Produktionen von der Aufnahme über die Mischung zum Mastering in erstklassiger Qualität.
Der umfangreiche Gebäudekomplex umfasst das Tonstudio und einen Lounge- und Veranstaltungsbereich. Das Herzstück des Tonstudios bilden der große Aufnahme- und Konzertsaal und die Recording-Regie. Zwei weitere Aufnahmeräume für Sprach- und Gesangsaufnahmen und eine geräumige Mastering-Regie mit Schulungsräumen ergänzen das Tonstudio.
Der 190 m² große Aufnahme- und Konzertsaal bietet 160 Personen Platz. Über eine massive Raum-in-Raum-Konstruktion ist der Saal vollständig von der Umgebung und dem Rest des Gebäudes entkoppelt. Störungen von außen sind selbst bei sensiblen Aufnahmen durch die aufwendige Bauweise ausgeschlossen. Auch visuell ist der Saal mit seinen bis zu 8 m hohen Decken und Deckensegeln außergewöhnlich.
Durch eine variable Raumakustik ist eine Anpassung an verschiedenste Aufnahmesituationen möglich, sodass der Raum sowohl für die klassische Musikrichtung als auch für Rock- und Pop-Produktionen und die Aufnahme von Orchestern hervorragend geeignet ist. Daneben kann der Saal mit einer mobilen Bühne auch für kleinere Konzerte und Veranstaltungen genutzt werden. Den Künstlern stehen zahlreiche Musikinstrumente sowie ein Steinway-Flügel zur Verfügung.
Die große Recording-Regie mit Referenzabhöre und neutralen Abhörbedingungen ermöglicht einen direkten Sichtkontakt zum Konzertsaal und den anderen Aufnahmeräumen. Durch die konsequente Raum-in-Raum-Bauweise aller Studioräume können die Räume sowohl parallel als auch völlig getrennt voneinander genutzt werden.
Die helle, lichtdurchflutete Lounge bietet Besuchern und Künstlern Gelegenheit zur Begegnung und Entspannung. Wechselnde Bilderausstellungen lokaler Künstler beleben den Raum. Außerdem bestehen hier vielfältige Möglichkeiten für Veranstaltungen jeglicher Art. Eine großzügige Außenterrasse komplementiert die Anlage.
Im Erdgeschoss befinden sich die Rezeption, ein großzügiges Foyer, Künstlerumkleiden und Sanitärräume. Einen architektonischen Blickfang bildet das Treppenhaus im Stil der 1970-Jahre mit dem geschwungenen Treppengeländer und reizvollen Deckenleuchten.
Das Tonstudio Tessmar im Norden Hannovers liegt verkehrsgünstig nahe der Autobahn A2. Die Stadtbahnhaltestelle Hannover/Wiesenau der Linie 1 ist zu Fuß in 10 Minuten erreichbar. Pkw-Parkplätze sind vorhanden.

Mastering+3D

Akustik

Das Herzstück des Studios ist die große Recording-Regie mit Referenzabhöre und absolut neutralen Abhörbedingungen. Drei große Regiescheiben ermöglichen eine direkte Sichtverbindung von der Regie in den großen Aufnahme- und Veranstaltungssaal, einen mittelgroßen Aufnahmeraum und einen kleinen Aufnahmeraum für Sprach- und Gesangsaufnahmen
Highlight des Studiokomplexes ist der 190 m² große Aufnahme- und Veranstaltungssaal mit seinen bis zu 8 m hohen Decken. Durch eine variable Raumakustik ist eine Anpassung an verschiedenste Aufnahmesituationen möglich, so dass der Raum sowohl für Rock- und Pop-Produktionen wie auch für die Aufnahme von mittelgroßen Orchestern hervorragend geeignet ist. Daneben kann der Saal mit einer mobilen Bühne auch für kleinere Konzerte und Veranstaltungen genutzt werden.
Von der Umgebung und dem Rest des Gebäudes ist der Saal über eine massive Raum-in-Raum-Konstruktion vollständig entkoppelt. Alle inneren Wände, die massive Bodenplatte und die Decke sind jeweils über exakt ab-gestimmte Elastomerelemente schwingungsentkoppelt gelagert. Eine weitere Besonderheit der Konstruktion ist die aufwendige Lagerung der Einzel-fundamente unterhalb der Sohlplatte zur Kippsicherung der freistehenden, massiven Vorsatzschalen.
Durch die massive Bauweise und sehr niedrig abgestimmten Resonanz-frequenzen aller Lager unterhalb des menschlichen Hörbereichs kann der Saal sowohl für Aufnahmen als auch für Veranstaltungen rund um die Uhr und ohne Einschränkungen genutzt werden. Auch sind Störungen von außen selbst bei sensiblen Aufnahmen durch die aufwendige Bauweise ausgeschlossen. Durch die konsequente Raum-in-Raum-Bauweise aller Studioräume können die Räume sowohl parallel als auch völlig getrennt voneinander, beispielsweise für Aufnahmen und Veranstaltungen, genutzt werden.
Im Obergeschoss befindet sich eine große Mastering-Regie, so dass von der Aufnahme, über die Mischung und das Mastering alle Produktionsschritte in erstklassiger Qualität unter einem Dach angeboten werden können.

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Trade In / Crossgrade Angebot für Yamaha Nuage & Nuendo 7 Special

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Für jeden, der überlegt seinem Studio ein neues Digital-Pult zu verpassen, hat Yamaha mometan ein attraktives Angebot parat. Bis zum 31. März 2017 kann man beim Kauf eines Nuage Systems, das alte Yamaha oder third party Pult für bis zu 7000€ eintauschen. Eine Liste mit Geräten, die für den Tausch in Frage kommen findet Ihr weiter unten.

Die Nuage zeichnet sich als voll intigriertes Audio Produktions System besonders durch ihre Workflow-Effizienz, Qualität und Flexibilität aus. Um mehr über die Yamaha Nuage zu erfahren klicke bitte hier.

Um die Möglichkeiten der Nuage voll und ganz ausschöpfen zu können, darf natürlich die richige Software nicht fehlen. Nuendo 7 gilt als Postproduktionssoftware-Umgebung als eine der forschrittlichsten in ihrem Feld. Die einzigartigen und innovativen Features die Nuendo bietet, definieren die Standards in der Post- und Medienproduktion regelmäßig neu. Parallel zu dem Nuage Angebot gibt es von Yamaha, ab dem 23.1.17 vier Wochen lang,  auch ein Special für Nuendo 7 (999,-€). Wer mehr über Nuendo erfahren möchte klickt bitte hier.

 

Produkte die für das Trade-In/Crossgrade berechtigt sind

Yamaha 02R
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-FD Fader Control Surface
Trade in value: 1,500.00€

Yamaha DM1000
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-FD Fader Control Surface
Trade in value: 1,500.00€

Yamaha DM2000
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-CT Master Control Surface
1 x NCS500-FD Fader Control Surface
1 x NWS500SM Workspace Unit Small
Trade in value: 3,500.00€

WK AUDIO ID CONTROL OR CONSOLE:
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-CT Master Control Surface
1 x NCS500-FD Fader Control Surface
Trade in value: 4,000.00€

WK AUDIO ID CONTROL / CONSOLE PLUS WK FADER PACK
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-CT Master Control Surface
1 x NCS500-FD Fader Control Surface
Trade in value: 4,500.00€

WK AUDIO ID CONTROL / CONSOLE PLUS 2x WK FADER PACK
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-CT Master Control Surface
2 x NCS500-FD Fader Control Surface
Trade In Value: 5,000.00€

WK AUDIO ID MXVU
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-FD Fader Control Surface
Trade In Value: 2,000.00€
  
Avid C24
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-CT Master Control Surface
1 x NCS500-FD Fader Control Surface
Trade In Value: 3,200.00€

Avid D-Command 8 Channel
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-CT Master Control Surface
1 x NCS500-FD Fader Control Surface
Trade In Value: 4,800.00€

Avid D-Command 24 Channel
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-CT Master Control Surface
2 x NCS500-FD Fader Control Surface
Trade In Value: 7,200.00€

 

Bei weiteren Fragen oder Interesse an diesem Angebot, gerne unter folgenden Kontaktadressen melden:

e-Mail: systemtechnik@digitalaudioservice.de

Tel.: 040 / 4711 348 – 20

Laufzeitdifferenzen bei Multimikrofonie

Wer ein Signal mit nur einer Mikrofon-„Instanz“ aufnimmt (also mit einem einzelnen Mikro oder einem Stereo-Paar), wie es verbreitet in der Pop-Musik der Fall ist, der hat mit Fragen der Signallaufzeit nichts am Hut. Derlei Probleme entstehen erst, wenn dieselbe Signalquelle mehrfach aufgenommen wird und die Laufzeit des Signals zur „Instanz“ x nicht identisch mit derjenigen zur „Instanz“ y ist. Werden dann x und y in denselben Kanal zusammengemixt, taucht das Thema evtl. Signalauslöschungen auf: Dieselbe „Stelle“ im Signal liegt in den beiden Mikrofonspuren zeitlich nicht exakt übereinander, sondern zueinander verschoben; umgekehrt heißt dies, daß in den beiden Spuren am gleichen Zeitpunkt die Phasenlage im x-Signal eine andere sein kann als im y-Signal.

Daher die Auslöschungsproblematik, die unter dem Stichwort „Kammfiltereffekt“ in ihrer Frequenzabhängigkeit bekannt ist. Frequenzabhängigkeit ist gegeben, weil die Phasenlage der beiden gemixten Signale zueinander von der zeitlichen Ausdehnung eines vollen Wellendurchgangs abhängt und diese Ausdehnung wiederum von der Frequenz. Ist der Wellendurchgang z.B. 1/20 einer Sekunde lang (20Hz), so spielt eine Verschiebung des zugemixten Signals um beispielsweise eine Millisekunde (entsprechend ca. 34cm Schallweg) keine Rolle; bei einem Wellendurchgang von z.B. nur einigen Millisekunden sieht es anders aus.

Die spontane Reaktion hierauf wird zunächst sein, die Laufzeitdifferenz technisch komplett beseitigen zu wollen. Audiotechnisch würde halt einfach durch Signaldelay das nähere Mikro virtuell zum weiter entfernten versetzt. Theoretisch die perfekte Lösung, aber praktisch? Die Laufzeitdifferenz muß schon SEHR exakt bekannt sein, damit die Korrektur wirklich korrekt erfolgt. Solange es um strukturell sehr einfache Signale geht, ist sowas möglich, und es gibt inzwischen (VST- usw.) Plugins, denen man innerhalb einer Multitrack-Software die Berechnung des Delays (und seine Anwendung) gleich automatisiert überlassen kann. Wer aber mal ein solches Plugin auf komplexere Signale aus der Praxis ansetzt, wird schnell feststellen, daß es mit der Eindeutigkeit der vom Plugin vorgeschlagenen Ergebnisse vorbei ist. Beim einen Versuch kommt dieser Wert heraus, beim anderen jener. Inspiziert man die beiden Wellenformen manuell, zeigt sich, warum das so ist. Sie sind alles andere als identisch, jedenfalls bei weitem nicht genügend, um daraus den verläßlich-korrekten Laufzeitunterschied zu entnehmen. Das ist so, weil das Quellsignal zu komplex ist: Die Schallquelle ist kein idealer Punkt im Raum, sondern möglicherweise breit ausgedehnt, was schon bei einem Konzertflügel oder einer kleinen Kammermusikgruppe ausgeprägt der Fall ist, erst recht bei einem Chor oder Orchester; die Mikrofone stehen also in keinem Falle exakt hintereinander auf einer einzigen Linie der Schallabstrahlung, sondern es gibt viele Schallquell-Punkte und unendlich viele Abstrahlungsrichtungen, die für die beiden Mikros infolge ihrer unterschiedlichen Positionen unterschiedliches Ergebnis bringen; und auch der Raum mit der Vielzahl seiner Reflexionen trägt für beide Mikros an ihren unterschiedlichen Positionen zu unterschiedlichem Klangergebnis bei; hinzu kommen evtl. unterschiedliche Mikrofontypen, usw.

Schade, aber: Exakter Laufzeitausgleich ist in der Praxis meist nicht machbar.

Es gibt Tonmeister, die sich um die Problematik bekundetermaßen nicht sonderlich scheren, teils auch mit dem Hinweis, es gehe ja bei gängigen Schallwegdifferenzen zwischen den Mikros (also meist 1 bis 3 Meter) nur um Verzögerungen im Bereich von wenigen Millisekunden. Letzteres Argument ist allerdings sicherlich unrichtig. Von „NUR Millisekunden“ zu sprechen, verkennt die Gegebenheiten beim Schall. Denn eingangs genannte Zahlen deuten schon an, daß man bei Laufzeitverzögerungen im Millisekundenbereich gar nicht weit in der Frequenzskala nach oben zu gehen braucht, um arge Phasenverschiebungen zu haben: Wer zwei gleich laute Signale mischt, die 5 Millisekunden (ca. 1,70m) verschoben sind, der bekommt eine 180°-Phasendifferenz und damit Totalauslöschung schon bei einer Frequenz von 100Hz (u. 300Hz usw. aufwärts). Um das Problem rein laufzeittechnisch als entschärft betrachten zu können, müßten die Laufzeitdifferenzen gegenüber dem Rechenbeispiel mindestens 100-150fach verkleinert sein, also im unteren Mikrosekunden-Bereich liegen, damit die Auslöschungen nach oben in Frequenzbereiche „verbannt“ wären, wo sie nicht mehr so stark stören könnten (aber immerhin auch noch bedauerlich wären); anders ausgedrückt, müßten die Schallwegsdifferenzen im einstelligen Zentimeterbereich oder weniger liegen. Mit dem Hinweis „nur Millisekunden“ kann man sich also richtigerweise nicht beruhigen.

Aber vielleicht verschiebt man eben eines der Signale so, daß „nur Mikrosekunden“ dabei herauskommen? Dann hätte man die beschriebene Verlagerung der Auslöschung ausschließlich in oberste Frequenzbereiche. Nun, abgesehen davon, daß —wie schon gesagt— Auslöschungen z.B. bei 15kHz auch immerhin noch ärgerlich wären (wenn man sie denn anderweitig umgehen könnte), ist diese Lösung praktisch ohnehin kaum erreichbar. Und das schlicht aus dem gleichen Grund wie oben in puncto exakter Laufzeitausgleich. Beim Versuch eines exakten Laufzeitausgleichs reicht die erwähnte Unsicherheit schon in den untersten Millisekundenbereich. Wer in derlei Größenordnung „ins Schwimmen“ mit der korrekten Bemessung der Laufzeitdifferenz kommt, der kann von vornherein vergessen, sich in der Größenordnung von Mikrosekunden diesem Maß nähern zu wollen. Anders ausgedrückt: Wenn man die korrekte Laufzeitdifferenz so schlecht findet, gibt es auch keine mikrosekunden-feine Annäherung an sie.

Vorrangige Lösung kommt aber —anstatt aus der zeitlichen Dimension— vom Signalpegel her. Es war die Rede davon, daß zwei „gleich laute“ Signale gemixt werden (wenn Totalauslöschung die Folge sein soll). Sofern Tonmeister bekunden, sich nicht um Laufzeiten zu scheren, ist dies in aller Regel der Grund: Sie tun es im Ergebnis doch, indem sie eines der beiden Signale im Mix gegenüber dem anderen stark reduzieren. Mit 10 oder mehr dB Differenz wird aus dem Kammfilter eine erträgliche leichtere Welligkeit.

Wer dann immer noch etwas tun möchte, kann wieder zur Dimension Zeit zurückkehren und zusätzlich dem Rat z.B. von Michael Dickreiter folgen (u.a. in: „Mikrofon-Aufnahmetechnik“): Ungefähr-groben Laufzeitausgleich zwischen den beiden Mikros kalkulieren, und dann pauschal 20ms Delay für das lautstärkenreduzierte Mikro addieren. Die 20ms-Addition klingt zunächst etwas eigenartig, denn je größer die Laufzeitdifferenz, umso weiter nach unten verschieben sich die untersten von Auslöschungen betroffenen Frequenzen (vgl.o.). Nun ja, aber hier geht es nicht mehr um Verschiebung von betroffenen Frequenzen. Das müßte in der Tat zur anderen Seite hin erfolgen, also durch möglichst winzige Laufzeitunterschiede, ist aber praktisch sowieso fruchtlos, wie vorher festgestellt. 20ms ist vielmehr schon so viel zeitlicher Zwischenraum, daß die inhaltliche Ähnlichkeit beider Wellenformen zum selben Zeitpunkt zumeist bereits gering ist. Zusammen mit der vorher erwähnten Pegeldifferenz sind dann Auslöschungen deshalb kein Thema mehr.

Soweit zur Theorie. Wäre schön, ein bißchen Feedback aus der Praxis zu bekommen. Wie haltet Ihr es im tontechnischen Alltag mit den Laufzeiten bei Multimikrofonie??

Diskussion zu den Gruppenthemen

Liebe Betatester!

Erstmal Herzlich Willkommen an alle, die sich inzwischen mit einem Profil angemeldet haben! Super, dass ihr dabei seid.

Angeregt durch die Vorschläge von Thomas aka Soundlounge-Studio wollen wir gerne mal die bisher angelegten Gruppen zur Diskussion stellen und von euch hören, was man da vielleicht inhaltlich noch besser machen könnte.

Bisher gibt es ja:

1. Recording | Outboard
2. Broadcast | Post Production3. Mixing | Mastering
4. Software | Electronic Music Production
5. Aus der Werkstatt
6. Alles Andere

Thomas hat die folgenden Vorschläge gemacht:

  • Equipment in der Praxis
    Beispiele: Bae 10dc vs. Api 2500, was färbt/ klingt wie auf Drumsubgruppe?, hatte jemand die Bae 1073 auf dem Mixbus?
  • Rund ums Business
    Beispiele: Themen wie Vertriebswege/ VÖ für kleinere Produktion (ohne Major), fairer/ ausgeglichener Produzentenvertrag, Bandübernahme, Produktionsbudgets jenseits von Major, was kostet Dein Arbeitstag?
  • Local Heros
    “Mixing-Hero” oder “Gastdozent”, wo Leute vorgestellt und interviewt/ befragt werden können? Gerne aus Deutschland, über die Lord- Alges findet man genug im Netz. Dann aber gerne mit Detailfragen/ tiefgründigen Fragen/ Antworten, nicht der platte Interviewcharakter der “Sound und Recording”.

Ich persönliche finde alle drei Vorschläge super gut.

Was haltet ihr davon?
Gibt es weitere Ergänzungs- oder Verbesserungsvorschläge

Einführung in M/S Mixing

midside graphBei Audio Times ist ein guter Artikel zum Thema M/S aufgetaucht.  Anhand vieler Bilder und Audio Samples wird erklärt wie M/S ein echter Problemlöser in vielen Mixing- und/oder Mastering-Situtationen sein kann.

Ein definitives Must Read für jeden, der die Einarbeitung in die Mid/Side-Thematik schon länger vor sich herschiebt – so wie ich 🙂

Hier gehts zum Artikel (in Englisch) – DasLukas

Universal Mastering mit Lipinski

Die preisgekrönten Universal Mastering Studios in Hollywood, CA zählen bei der Abhöre auf Lipinski ..

“My staff of highly trained, and experienced audio engineers – and all of our clients – consider the Lipinski’s to be the best sounding, and most accurate monitors they have experienced in their careers.” says Senior Director of Studio Operations, Nick Dofflemyer.

smallDas Setup besteht aus

 – 2 x L-707A Signature Speaker

– 2 x L-150A Subwoofer

– 2 x L-400 Alpha Amp

 

 

 

Interessant in diesem Zusammenhang sind auch diese beiden Videos:

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Lipinski im Shop