Video: Workstations vernetzen mit ANEMAN

Im Anschluss an den Workshop bei der proaudio.academie präsentiert Maurice Engler von Merging die Audio-NEtwork-MANager Software ANEMAN. Am Beispiel eines Setups mit zwei unterschiedlichen Workstations und zwei Hapi-Devices zeigt er, wie (einfach) es funktioniert!

Mehr Infos über ANEMAN

// ENGLISH VIDEO BELOW!

 

After the successful workshop last week, Maurice Engler from Merging offers some worth-knowing expertise about the Audio-NEtwork-MANager software ANEMAN. Based on setup of two different workstations and two HAPI-devices he shows how (easily) it works!

More information about ANEMAN

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Bauer Studios: Pyramix trifft Avid S6

Wie gut Pyramix mit einer Avid S6-Konsole und EUCON-Oberflächen harmoniert, zeigt das Setup der Bauer Studios.

Bauer Studios ist das älteste private Recording-Studio in Deutschland mit einer fast 70-jährigen Tradition. Das Studio war schon immer bekannt für exzellente Aufnahmen und die Nutzung der besten zur Verfügung stehenden Technologie. Es konnte stets auf eine große Bandbreite spezieller Kundenwünsche eingegangen werden: der Hauptfokus liegt auf der Aufnahme akustischer Musik, hier sind vor allen Genres wie Jazz, Klassik und Brass-Musik vertreten, aber auch umfassende Stimmaufnahmen und Soundproduktionen für individuelle Projekte finden statt.

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Kürzlich wurde das alte Studio 2 in ein state-of-the-art Recording-Studio umgebaut. Ein Dolby-Atmos Speaker-Setup und die Möglichkeit der Videoprojektion erlauben die Arbeit an Filmvertonungen. Es gibt einen mittelgroßen Live-Room, der für alle Arten von Stimm- und Gesangsaufnahmen ausgelegt ist. Mithilfe einer 40-kanaligen Verbindung zum größeren Live-Room sind auch Orchesteraufnahmen und mehr möglich.

Das Herzstück der Regie bildet ein Avid S6-Pult. Die hohe Flexibilität dieses Controllers zeigt sich in der Kompatibilität mit Pro Tools und anderen Workstations. Ein Pyramix-System, verbunden mit dem S6, kann jederzeit für Aufnahme und Mix genutzt werden. Dies bringt spürbare Vorteile im Workflow, speziell für Projekte im Bereich der klassischen Musik, von denen es bei Bauer viele gibt.

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Bauer Studios genießen die Vorteile von 5 Pyramix-Systemen, verbunden mit diversen Horus und Hapis, die für Studiosessions, On-location-Aufnahmen, Bearbeitung und Mastering genutzt werden.

Im Hauptstudio ist ein Horus installiert, welches ein Masscore Pyramix System mit den 60 Kanälen des Neve VXS-Pults verbindet. Für On-location Aufnahmen gibt es ein weiteres Masscore System, verbunden mit einem Horus mit 48 Mikrofon-Inputs. Dies ermöglicht kleine Solo- oder Kammermusikaufnahmen, aber auch groß angelegte Orchesterproduktionen jeder (virtuellen) Größe – zumal es so aufgerüstet werden kann, dass über 100 Spuren mithilfe externer Vorverstärker aufgenommen werden können.

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Die meisten Aufnahmen, die in den Bauer Studios aufgenommen werden, werden ebenso dort mithilfe eines Hapi/Masscore Systems gemastert.

Bauer Studios waren im digitalen Bereich stets up to date. Gleichzeitig wurde immer auch Wert auf analoges Equipment gelegt, von analogem Mastering-Gear bis zu verschiedenen Tape-Maschinen und einer 60-Kanal Neve VXS-Konsole in Studio 1 – alle perfekt integriert mit den Pyramix Workstations. Auf diese Weise ist es möglich, aus der digitalen sowie der analogen Perspektive alle Vorteile zu genießen.

Wir beantworten gern eure Fragen zum Thema Pyramix!

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Tonstudio Tessmar

Aussenansicht

Tonstudio Tessmar in Hannover macht Ernst und kombiniert neueste 3D-Audio-Technologie mit allerfeinstem Equipment für High-End Recording unter einem Dach.
Zwei Regien, ein brandneuer und höchst beeindruckender Aufnahmesaal, zwei weitere Aufnahmeräume sowie diverse periphere Locations werden über ein vollredundantes DANTE-Netzwerk nahtlos in eineinander integriert. Maximale Flexibiliät und Qualität managed bei Nuendo & Nuage.
Wir freuen uns, die audiotechnische Planung, Einrichtung des Audio-Netzwerks und Installation der Audiotechnik gemacht haben zu dürfen.

Verbaut wurden unter anderem 2 Nuage Pulte in Kombination mit Nuendo 8 und Neumann KH-420/310 als Abhören. Das Mastering-Studio besitzt ein Auro 3D Setup welches zugleich für 5.1 Mischungen verwendet werden kann.Mobile Racks verbaut mit DAD AX32 Interfaces liefern im großen Aufnahme und Konzertsaal die nötige Flexibilität und unkomplizierte Anbindung über das Dante Netzwerk in die Haupt- und Masteringregie.

Aufnahme_1

 

Beschreibung

Der Neubau wurde konsequent als Tonstudio für Tonaufnahmen und Veranstaltungsort mit modernster hochwertiger Technik konzipiert. Unter einem Dach bietet Tonstudio Tessmar Ton- und Video-Produktionen von der Aufnahme über die Mischung zum Mastering in erstklassiger Qualität.
Der umfangreiche Gebäudekomplex umfasst das Tonstudio und einen Lounge- und Veranstaltungsbereich. Das Herzstück des Tonstudios bilden der große Aufnahme- und Konzertsaal und die Recording-Regie. Zwei weitere Aufnahmeräume für Sprach- und Gesangsaufnahmen und eine geräumige Mastering-Regie mit Schulungsräumen ergänzen das Tonstudio.
Der 190 m² große Aufnahme- und Konzertsaal bietet 160 Personen Platz. Über eine massive Raum-in-Raum-Konstruktion ist der Saal vollständig von der Umgebung und dem Rest des Gebäudes entkoppelt. Störungen von außen sind selbst bei sensiblen Aufnahmen durch die aufwendige Bauweise ausgeschlossen. Auch visuell ist der Saal mit seinen bis zu 8 m hohen Decken und Deckensegeln außergewöhnlich.
Durch eine variable Raumakustik ist eine Anpassung an verschiedenste Aufnahmesituationen möglich, sodass der Raum sowohl für die klassische Musikrichtung als auch für Rock- und Pop-Produktionen und die Aufnahme von Orchestern hervorragend geeignet ist. Daneben kann der Saal mit einer mobilen Bühne auch für kleinere Konzerte und Veranstaltungen genutzt werden. Den Künstlern stehen zahlreiche Musikinstrumente sowie ein Steinway-Flügel zur Verfügung.
Die große Recording-Regie mit Referenzabhöre und neutralen Abhörbedingungen ermöglicht einen direkten Sichtkontakt zum Konzertsaal und den anderen Aufnahmeräumen. Durch die konsequente Raum-in-Raum-Bauweise aller Studioräume können die Räume sowohl parallel als auch völlig getrennt voneinander genutzt werden.
Die helle, lichtdurchflutete Lounge bietet Besuchern und Künstlern Gelegenheit zur Begegnung und Entspannung. Wechselnde Bilderausstellungen lokaler Künstler beleben den Raum. Außerdem bestehen hier vielfältige Möglichkeiten für Veranstaltungen jeglicher Art. Eine großzügige Außenterrasse komplementiert die Anlage.
Im Erdgeschoss befinden sich die Rezeption, ein großzügiges Foyer, Künstlerumkleiden und Sanitärräume. Einen architektonischen Blickfang bildet das Treppenhaus im Stil der 1970-Jahre mit dem geschwungenen Treppengeländer und reizvollen Deckenleuchten.
Das Tonstudio Tessmar im Norden Hannovers liegt verkehrsgünstig nahe der Autobahn A2. Die Stadtbahnhaltestelle Hannover/Wiesenau der Linie 1 ist zu Fuß in 10 Minuten erreichbar. Pkw-Parkplätze sind vorhanden.

Mastering+3D

Akustik

Das Herzstück des Studios ist die große Recording-Regie mit Referenzabhöre und absolut neutralen Abhörbedingungen. Drei große Regiescheiben ermöglichen eine direkte Sichtverbindung von der Regie in den großen Aufnahme- und Veranstaltungssaal, einen mittelgroßen Aufnahmeraum und einen kleinen Aufnahmeraum für Sprach- und Gesangsaufnahmen
Highlight des Studiokomplexes ist der 190 m² große Aufnahme- und Veranstaltungssaal mit seinen bis zu 8 m hohen Decken. Durch eine variable Raumakustik ist eine Anpassung an verschiedenste Aufnahmesituationen möglich, so dass der Raum sowohl für Rock- und Pop-Produktionen wie auch für die Aufnahme von mittelgroßen Orchestern hervorragend geeignet ist. Daneben kann der Saal mit einer mobilen Bühne auch für kleinere Konzerte und Veranstaltungen genutzt werden.
Von der Umgebung und dem Rest des Gebäudes ist der Saal über eine massive Raum-in-Raum-Konstruktion vollständig entkoppelt. Alle inneren Wände, die massive Bodenplatte und die Decke sind jeweils über exakt ab-gestimmte Elastomerelemente schwingungsentkoppelt gelagert. Eine weitere Besonderheit der Konstruktion ist die aufwendige Lagerung der Einzel-fundamente unterhalb der Sohlplatte zur Kippsicherung der freistehenden, massiven Vorsatzschalen.
Durch die massive Bauweise und sehr niedrig abgestimmten Resonanz-frequenzen aller Lager unterhalb des menschlichen Hörbereichs kann der Saal sowohl für Aufnahmen als auch für Veranstaltungen rund um die Uhr und ohne Einschränkungen genutzt werden. Auch sind Störungen von außen selbst bei sensiblen Aufnahmen durch die aufwendige Bauweise ausgeschlossen. Durch die konsequente Raum-in-Raum-Bauweise aller Studioräume können die Räume sowohl parallel als auch völlig getrennt voneinander, beispielsweise für Aufnahmen und Veranstaltungen, genutzt werden.
Im Obergeschoss befindet sich eine große Mastering-Regie, so dass von der Aufnahme, über die Mischung und das Mastering alle Produktionsschritte in erstklassiger Qualität unter einem Dach angeboten werden können.

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Bei Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Tel.: 040 / 4711348 – 20

eMail: systemtechnik@digitalaudioservice.de

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Trade In / Crossgrade Angebot für Yamaha Nuage & Nuendo 7 Special

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Für jeden, der überlegt seinem Studio ein neues Digital-Pult zu verpassen, hat Yamaha mometan ein attraktives Angebot parat. Bis zum 31. März 2017 kann man beim Kauf eines Nuage Systems, das alte Yamaha oder third party Pult für bis zu 7000€ eintauschen. Eine Liste mit Geräten, die für den Tausch in Frage kommen findet Ihr weiter unten.

Die Nuage zeichnet sich als voll intigriertes Audio Produktions System besonders durch ihre Workflow-Effizienz, Qualität und Flexibilität aus. Um mehr über die Yamaha Nuage zu erfahren klicke bitte hier.

Um die Möglichkeiten der Nuage voll und ganz ausschöpfen zu können, darf natürlich die richige Software nicht fehlen. Nuendo 7 gilt als Postproduktionssoftware-Umgebung als eine der forschrittlichsten in ihrem Feld. Die einzigartigen und innovativen Features die Nuendo bietet, definieren die Standards in der Post- und Medienproduktion regelmäßig neu. Parallel zu dem Nuage Angebot gibt es von Yamaha, ab dem 23.1.17 vier Wochen lang,  auch ein Special für Nuendo 7 (999,-€). Wer mehr über Nuendo erfahren möchte klickt bitte hier.

 

Produkte die für das Trade-In/Crossgrade berechtigt sind

Yamaha 02R
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-FD Fader Control Surface
Trade in value: 1,500.00€

Yamaha DM1000
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-FD Fader Control Surface
Trade in value: 1,500.00€

Yamaha DM2000
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-CT Master Control Surface
1 x NCS500-FD Fader Control Surface
1 x NWS500SM Workspace Unit Small
Trade in value: 3,500.00€

WK AUDIO ID CONTROL OR CONSOLE:
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-CT Master Control Surface
1 x NCS500-FD Fader Control Surface
Trade in value: 4,000.00€

WK AUDIO ID CONTROL / CONSOLE PLUS WK FADER PACK
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-CT Master Control Surface
1 x NCS500-FD Fader Control Surface
Trade in value: 4,500.00€

WK AUDIO ID CONTROL / CONSOLE PLUS 2x WK FADER PACK
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-CT Master Control Surface
2 x NCS500-FD Fader Control Surface
Trade In Value: 5,000.00€

WK AUDIO ID MXVU
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-FD Fader Control Surface
Trade In Value: 2,000.00€
  
Avid C24
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-CT Master Control Surface
1 x NCS500-FD Fader Control Surface
Trade In Value: 3,200.00€

Avid D-Command 8 Channel
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-CT Master Control Surface
1 x NCS500-FD Fader Control Surface
Trade In Value: 4,800.00€

Avid D-Command 24 Channel
Minimum Replacement System:
1 x NCS500-CT Master Control Surface
2 x NCS500-FD Fader Control Surface
Trade In Value: 7,200.00€

 

Bei weiteren Fragen oder Interesse an diesem Angebot, gerne unter folgenden Kontaktadressen melden:

e-Mail: systemtechnik@digitalaudioservice.de

Tel.: 040 / 4711 348 – 20

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Laufzeitdifferenzen bei Multimikrofonie

Wer ein Signal mit nur einer Mikrofon-„Instanz“ aufnimmt (also mit einem einzelnen Mikro oder einem Stereo-Paar), wie es verbreitet in der Pop-Musik der Fall ist, der hat mit Fragen der Signallaufzeit nichts am Hut. Derlei Probleme entstehen erst, wenn dieselbe Signalquelle mehrfach aufgenommen wird und die Laufzeit des Signals zur „Instanz“ x nicht identisch mit derjenigen zur „Instanz“ y ist. Werden dann x und y in denselben Kanal zusammengemixt, taucht das Thema evtl. Signalauslöschungen auf: Dieselbe „Stelle“ im Signal liegt in den beiden Mikrofonspuren zeitlich nicht exakt übereinander, sondern zueinander verschoben; umgekehrt heißt dies, daß in den beiden Spuren am gleichen Zeitpunkt die Phasenlage im x-Signal eine andere sein kann als im y-Signal.

Daher die Auslöschungsproblematik, die unter dem Stichwort „Kammfiltereffekt“ in ihrer Frequenzabhängigkeit bekannt ist. Frequenzabhängigkeit ist gegeben, weil die Phasenlage der beiden gemixten Signale zueinander von der zeitlichen Ausdehnung eines vollen Wellendurchgangs abhängt und diese Ausdehnung wiederum von der Frequenz. Ist der Wellendurchgang z.B. 1/20 einer Sekunde lang (20Hz), so spielt eine Verschiebung des zugemixten Signals um beispielsweise eine Millisekunde (entsprechend ca. 34cm Schallweg) keine Rolle; bei einem Wellendurchgang von z.B. nur einigen Millisekunden sieht es anders aus.

Die spontane Reaktion hierauf wird zunächst sein, die Laufzeitdifferenz technisch komplett beseitigen zu wollen. Audiotechnisch würde halt einfach durch Signaldelay das nähere Mikro virtuell zum weiter entfernten versetzt. Theoretisch die perfekte Lösung, aber praktisch? Die Laufzeitdifferenz muß schon SEHR exakt bekannt sein, damit die Korrektur wirklich korrekt erfolgt. Solange es um strukturell sehr einfache Signale geht, ist sowas möglich, und es gibt inzwischen (VST- usw.) Plugins, denen man innerhalb einer Multitrack-Software die Berechnung des Delays (und seine Anwendung) gleich automatisiert überlassen kann. Wer aber mal ein solches Plugin auf komplexere Signale aus der Praxis ansetzt, wird schnell feststellen, daß es mit der Eindeutigkeit der vom Plugin vorgeschlagenen Ergebnisse vorbei ist. Beim einen Versuch kommt dieser Wert heraus, beim anderen jener. Inspiziert man die beiden Wellenformen manuell, zeigt sich, warum das so ist. Sie sind alles andere als identisch, jedenfalls bei weitem nicht genügend, um daraus den verläßlich-korrekten Laufzeitunterschied zu entnehmen. Das ist so, weil das Quellsignal zu komplex ist: Die Schallquelle ist kein idealer Punkt im Raum, sondern möglicherweise breit ausgedehnt, was schon bei einem Konzertflügel oder einer kleinen Kammermusikgruppe ausgeprägt der Fall ist, erst recht bei einem Chor oder Orchester; die Mikrofone stehen also in keinem Falle exakt hintereinander auf einer einzigen Linie der Schallabstrahlung, sondern es gibt viele Schallquell-Punkte und unendlich viele Abstrahlungsrichtungen, die für die beiden Mikros infolge ihrer unterschiedlichen Positionen unterschiedliches Ergebnis bringen; und auch der Raum mit der Vielzahl seiner Reflexionen trägt für beide Mikros an ihren unterschiedlichen Positionen zu unterschiedlichem Klangergebnis bei; hinzu kommen evtl. unterschiedliche Mikrofontypen, usw.

Schade, aber: Exakter Laufzeitausgleich ist in der Praxis meist nicht machbar.

Es gibt Tonmeister, die sich um die Problematik bekundetermaßen nicht sonderlich scheren, teils auch mit dem Hinweis, es gehe ja bei gängigen Schallwegdifferenzen zwischen den Mikros (also meist 1 bis 3 Meter) nur um Verzögerungen im Bereich von wenigen Millisekunden. Letzteres Argument ist allerdings sicherlich unrichtig. Von „NUR Millisekunden“ zu sprechen, verkennt die Gegebenheiten beim Schall. Denn eingangs genannte Zahlen deuten schon an, daß man bei Laufzeitverzögerungen im Millisekundenbereich gar nicht weit in der Frequenzskala nach oben zu gehen braucht, um arge Phasenverschiebungen zu haben: Wer zwei gleich laute Signale mischt, die 5 Millisekunden (ca. 1,70m) verschoben sind, der bekommt eine 180°-Phasendifferenz und damit Totalauslöschung schon bei einer Frequenz von 100Hz (u. 300Hz usw. aufwärts). Um das Problem rein laufzeittechnisch als entschärft betrachten zu können, müßten die Laufzeitdifferenzen gegenüber dem Rechenbeispiel mindestens 100-150fach verkleinert sein, also im unteren Mikrosekunden-Bereich liegen, damit die Auslöschungen nach oben in Frequenzbereiche „verbannt“ wären, wo sie nicht mehr so stark stören könnten (aber immerhin auch noch bedauerlich wären); anders ausgedrückt, müßten die Schallwegsdifferenzen im einstelligen Zentimeterbereich oder weniger liegen. Mit dem Hinweis „nur Millisekunden“ kann man sich also richtigerweise nicht beruhigen.

Aber vielleicht verschiebt man eben eines der Signale so, daß „nur Mikrosekunden“ dabei herauskommen? Dann hätte man die beschriebene Verlagerung der Auslöschung ausschließlich in oberste Frequenzbereiche. Nun, abgesehen davon, daß —wie schon gesagt— Auslöschungen z.B. bei 15kHz auch immerhin noch ärgerlich wären (wenn man sie denn anderweitig umgehen könnte), ist diese Lösung praktisch ohnehin kaum erreichbar. Und das schlicht aus dem gleichen Grund wie oben in puncto exakter Laufzeitausgleich. Beim Versuch eines exakten Laufzeitausgleichs reicht die erwähnte Unsicherheit schon in den untersten Millisekundenbereich. Wer in derlei Größenordnung „ins Schwimmen“ mit der korrekten Bemessung der Laufzeitdifferenz kommt, der kann von vornherein vergessen, sich in der Größenordnung von Mikrosekunden diesem Maß nähern zu wollen. Anders ausgedrückt: Wenn man die korrekte Laufzeitdifferenz so schlecht findet, gibt es auch keine mikrosekunden-feine Annäherung an sie.

Vorrangige Lösung kommt aber —anstatt aus der zeitlichen Dimension— vom Signalpegel her. Es war die Rede davon, daß zwei „gleich laute“ Signale gemixt werden (wenn Totalauslöschung die Folge sein soll). Sofern Tonmeister bekunden, sich nicht um Laufzeiten zu scheren, ist dies in aller Regel der Grund: Sie tun es im Ergebnis doch, indem sie eines der beiden Signale im Mix gegenüber dem anderen stark reduzieren. Mit 10 oder mehr dB Differenz wird aus dem Kammfilter eine erträgliche leichtere Welligkeit.

Wer dann immer noch etwas tun möchte, kann wieder zur Dimension Zeit zurückkehren und zusätzlich dem Rat z.B. von Michael Dickreiter folgen (u.a. in: „Mikrofon-Aufnahmetechnik“): Ungefähr-groben Laufzeitausgleich zwischen den beiden Mikros kalkulieren, und dann pauschal 20ms Delay für das lautstärkenreduzierte Mikro addieren. Die 20ms-Addition klingt zunächst etwas eigenartig, denn je größer die Laufzeitdifferenz, umso weiter nach unten verschieben sich die untersten von Auslöschungen betroffenen Frequenzen (vgl.o.). Nun ja, aber hier geht es nicht mehr um Verschiebung von betroffenen Frequenzen. Das müßte in der Tat zur anderen Seite hin erfolgen, also durch möglichst winzige Laufzeitunterschiede, ist aber praktisch sowieso fruchtlos, wie vorher festgestellt. 20ms ist vielmehr schon so viel zeitlicher Zwischenraum, daß die inhaltliche Ähnlichkeit beider Wellenformen zum selben Zeitpunkt zumeist bereits gering ist. Zusammen mit der vorher erwähnten Pegeldifferenz sind dann Auslöschungen deshalb kein Thema mehr.

Soweit zur Theorie. Wäre schön, ein bißchen Feedback aus der Praxis zu bekommen. Wie haltet Ihr es im tontechnischen Alltag mit den Laufzeiten bei Multimikrofonie??

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Einführung in M/S Mixing

midside graphBei Audio Times ist ein guter Artikel zum Thema M/S aufgetaucht.  Anhand vieler Bilder und Audio Samples wird erklärt wie M/S ein echter Problemlöser in vielen Mixing- und/oder Mastering-Situtationen sein kann.

Ein definitives Must Read für jeden, der die Einarbeitung in die Mid/Side-Thematik schon länger vor sich herschiebt – so wie ich :)

Hier gehts zum Artikel (in Englisch) – DasLukas

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Review: Lipinski Sound L-70 Studiomonitor

lipinski l-70Zu den wirklich wegweisenden Studiomonitoren von Lipinski finden sich im Netz seltsamerweise nicht allzu viele Informationen. Bei Prosound Network ist nun ein Review zum Modell L-70 aufgetaucht, dass wir euch nicht vorenthalten möchten.

Hier gehts zum vollständigen Review und hier zum L-70 im Shop.

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Universal Mastering mit Lipinski

Die preisgekrönten Universal Mastering Studios in Hollywood, CA zählen bei der Abhöre auf Lipinski ..

“My staff of highly trained, and experienced audio engineers – and all of our clients – consider the Lipinski’s to be the best sounding, and most accurate monitors they have experienced in their careers.” says Senior Director of Studio Operations, Nick Dofflemyer.

smallDas Setup besteht aus

 - 2 x L-707A Signature Speaker

- 2 x L-150A Subwoofer

- 2 x L-400 Alpha Amp

 

 

 

Interessant in diesem Zusammenhang sind auch diese beiden Videos:

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Lipinski im Shop

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Interview with Anssi Hyvönen from Amphion Loudspeakers

Q: Hey Anssi, you’re the founder of Amphion, the new member of our speaker assortment. Can you tell us something about the idea behind Amphion?

14A: When we started developing our pro range we never wanted to make just a speaker. Probably due to my background during the various stages of development we analyzed the products not based on how they sounded, but what the makers produced with them. Finland is a great market to do something like this as due to the language 80% of music is produced locally.

I always felt we need to produce good sound for all playback devices. Therefore my reference systems include also the internal speakers of my Macbook pro and a standard radio in our company’s Renault Traffic. When I heard something that worked due to small size I could always find the person who made it to check what kind of combinations were used in the production process. It became evident that changing speakers had a radical effect on the end result even if the person and the room remained unchanged.

We wanted to make a tool which would allow users to tackle the challenges of modern sound making. The world has changed very quickly. The current playback environment is very fragmented and I feel that the old tools have often problems with translation to modern playback devices. I classify playback devices into 3 categories hifi (conventional stereo, car radio), lo-fi (desktop radio, mass market earbuds, TV speakers) and no-fi (internal speakers in mobile phones, iPads, laptop computers. However how limited or wide in frequency the playback devices have one thing in common: In order to produce at least decent clear sound to all of these devices getting the midrange 100% right is crucial.

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Q: How do you achieve this in your speaker designs and what makes them so special?

A: We believe that a good loudspeaker should be as faithful to the original signal as possible. It should reproduce the signal without adding anything or leaving anything out and without changing it. As we say it should be Just Music. Nothing more. Nothing less. As one can never isolate a loudspeaker from the room it is in, a good speaker should behave in predictable and stable manner in all rooms.

When you read about loudspeakers the main emphasis tends to be on electrical aspects of them i.e. crossovers, the quality of electrical components, possible use of DSP etc. I believe this comes from the fact that most manufacturers view loudspeakers mainly as electrical devices. In photography the quality of your picture is ultimately defined by the quality of the lens and not the camera body you use. I believe the same applies to modern sound making: Your acoustical lens i. e. your monitor selection will have the most effect on your results. This is the reason why we are trying to keep your monitors as pure, distortion free and highly resolving as possible. For us a loudspeaker is an acoustical device. Whatever we can achieve acoustically, we do not have to try to fix electrically.

The biggest challenge of speaker design is integrating the drivers into one cohesive unit. Often they have very different sonic and physical properties. When doing this is it is not sufficient to simply come up with good measurements, we will need to take the human hearing into consideration.

Q: What do you mean by that, can you give us an example?

A: Human hearing is not linear, it is most precise between 2 – 5 KHz. Using simple common sense, would it not make sense to place the seam, i.e. the crossover point outside this area. The sofa manufacturers will never have the seam running in the middle of the cushion. Why should we? Ear’s sensitivity actually goes down quite a bit when we move outside the critical hearing range. While we could never “hide” a 2.5-3.5 K Hz crossover we can do that when the crossover is 1600 Hz. Why do most speakers have their crossovers inside that area where we hear best? Please do not ask me. Ask them. I simply do not understand that.

The only correct way of reproducing sound is point source. Due to the low crossover point our speakers act as point sources even if they do not look like them.

Let`s calculate the wavelength at 1600 Hz. At 20 degree Celsius we will land on 21,45 cm (see http://www.1728.org/freqwavf.htm).

At 3000 Hz this is 11.44 cm. Unbenannt2

Now take a ruler and check what is happening with your speakers. Normally you can fit this 11.44cm between the center points of your drivers which means that your ear picks up two separate sound sources and your auditory system will never be fooled to think that you are listening to natural sound.

If the wavelength is longer than the distance between the center points of the drivers your ears cannot localize the separate drivers but sense them as one big cohesive unit. This happens with our speakers with all the models as wavelength at 1600 Hz is as long as 21.46 cm.

Q: Very interessting! Can you give us some information about the materials you’re using to manufacture the speakers?

A: Due to having a bit different angle into the speaker design we cannot use off-the-shelf drivers. They may look similar to those you can purchase from the driver manufactures, but they are not the same.

kuva6Enclosures are made of MDF (medium density fibre board). The cabinets are made in Finland in a separate factory 40 kilometers from us. This allows us to keep a tight check on quality. They very much look like any square box, but the internal turbulence and airflow properties have been modeled carefully. In order to achieve high mass and high precision for the waveguide we are using high quality yet expensive priced composite material.

Tweeter dome is 25 mm titanium. Woofer cone material is aluminium. Again due to the low crossover and the filter type we can pretty much just use the good properties of aluminum (light, rigid) and do have problems with materials ringing and break-up which would take place if we would be using them with conventional higher crossover points.

Basic specs for speakers available on http://www.amphion.fi/en/create/products/

Q: Can you describe your product line and the main differences between them (i’ve seen that One15 and One18 are a quite different speakers)?

A: One12 we see as being a mobile system or something one could use as ultra nearfield.
One15 is mainly a mix tool, or something a bit more general for small rooms.
One18 is a general work horse that allows you to track & mix and master even in pretty small rooms.
Two18 is a One18 in stereoids, which likes a bit bigger rooms, but also rewards the efforts one puts into it.

Q: Could you talk a little about yourself, your company and its philosophy?

Unbenannt3A: I am a sound man. Emotion creating sounds, including those of nature, are a source of huge inspiration and enjoyment for me. I tend to half jokingly say that I am not interested in how things sound, but I am super interested in how they make me feel. I presume this is also the reason why we focus very much on getting the feel of the product right. Naturally the product must measure correctly, but that is only a starting point. Rupert Neve, who should understand something about audio put it quite well: “The excellence of measurements does not automatically mean excellence in performance”.

We have noticed that a human being is amazingly accurate in knowing when things are “there”. When we are doing the final voicing on the product it is easy to spot this moment, when the speaker is ready the hairs in my arms start standing up. Many put faith in measurement devices. Nothing wrong with them, but we really should trust your senses more. The magic of music is not a frequency curve.

I have been creating high quality playback systems since I was 14 years old. 16 years ago I spoiled a perfect hobby by turning it into a profession. And I love every minute of it! It is absolutely fabulous to work with talented and passionate people towards a common goal which is allow people to experience the beauty of music and be moved by it every day. The past 3 years have been especially exciting, as lot of time and effort has been focused on making the future tools for modern sound engineers. Lot of things in the music industry have changed and your most important tool after your ears i.e. your monitor must also adapt to those changes.

Q: Thanks Anssi for this revealing interview!

Here you can find all our Amphion products

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