SPL Phonitor mini — kleiner Verstärker, grosser Klang

SPL Phonitor mini Großformat

Der Phonitor aus der niederrheinischen Audiogeräte-Schmiede SPL ist — inzwischen als Phonitor 2 — ein sehr erfolgreicher Kopfhörerverstärker, und testet man den seit kurzem erhältlichen Phonitor mini [im Folgenden nur: Mini], so kann man dies gut nachvollziehen, schon ohne den grossen Phonitor selbst zu kennen.
Denn der Mini ist eine zwar im Funktionsumfang reduzierte, kompaktere Version, die aber die grundlegenden klanglichen „Gene“ des grösseren Bruders geerbt hat, also insbesondere das 120 Volt-Schaltungsdesign, das einen Betrieb mit hohen Pegeln und eindrucksvolle Rauschabstände ermöglicht.
Die kompakte Bauweise erhöht nicht zuletzt auch die Handlichkeit im mobilen Einsatz, z.B. als Verstärker für Monitoring-Kopfhörer bei einer Vor-Ort-Aufnahme.

Der Mini offeriert ein internes Netzteil und symmetrische sowie asymmetrische Eingänge auf XLR- bzw. Cinch-Buchsen.

SPL Phonitor mini Rückansicht

Wahlweise einer von beiden Eingängen wird frontseitig aktiviert, und als Ausgang steht die vorn befindliche 6,3mm-Stereoklinkenbuchse bereit, die über ein hochwertiges Alps-Potentiometer regelbar ist. Eine Stereo-/Mono-Umschaltung, mit Mute als dritter Stellung, komplettiert das „Standard“-Programm eines Headphone-Amps.

 Von symmetrischem Kopfhörerbetrieb einmal abgesehen, bleiben im Rahmen solchen Standards kaum prinzipielle Wünsche offen. Und da der Phonitor mit der Erfüllung von Wünschen vor allem auch im klanglichen Bereich fortfährt — mit sauber-transparentem, aber nichtsdestoweniger grossem, prächtigen Klang —, könnte er sich schon sehr gut als „normaler“ Kopfhörerverstärker behaupten.

Schon der Blick auf die Schalter-Front zeigt: Da steckt noch mehr in diesem Gehäuse.
Der ganz besondere Reiz der Phonitor-Geräte von SPL liegt in der Möglichkeit einer sog. „Crossfeed“-Matrix, wobei auch diese Funktion im Mini gegenüber dem Phonitor 2 verschlankt ist.

Eine solche Schaltung soll dem über Headphones Hörenden soweit wie möglich einen ähnlichen räumlichen Höreindruck verschaffen, wie er ihn über Lautsprecher hätte. Grund ist das beim Kopfhörer-Hören naturgemässe Fehlen eines Übersprechens des linken Kanals ins rechte Ohr und umgekehrt. Dieses über Lautsprecher selbstverständliche und für den räumlichen Eindruck unentbehrliche Phänomen wird nachgestellt, wobei die Wirkung des „Crossfeed“ sich insbesondere in zeitlicher Dimension und nach der Pegelstärke des Übersprechens steuern lässt.
Beide Parameter ergeben sich aus der realen Situation des Kopfes: Vom Hörer aus gesehen nicht-mittig entstandener Schall erreicht das entferntere Ohr zum einen später als das andere Ohr, zum anderen auch schwächer infolge der (grösseren) Dämpfungs- und Brechungswirkung des im Schallweg zu diesem Ohr befindlichen Kopfes bzw. Kopfteiles.

Die genannten zwei Aspekte des „Crossfeed“ finden sich in den Frontschaltern des Mini wieder. Hat man die Matrix-Funktion mit dem entsprechenden, links vom Potentiometer befindlichen Schalter aktiviert, werden die drei rechtsseitigen Schalter relevant:
„Crossfeed“ regelt dreistufig die erwähnte Pegel- und „Angle“ (ebenfalls dreistufig) die Zeitdifferenz. Letztere bestimmt in besonderem Masse den Eindruck der Breite der fiktiven Lautsprecheraufstellung, woraus sich die Stufung nach Winkel-Werten erklärt, die jeweils dem Winkel zwischen Hörer und einem Lautsprecher korrespondieren. Die 30°-Stellung verweist somit auf eine Lautsprecheraufstellung in einem gleichseitigen Dreieck mit dem Hörer (also mit drei 60°-Winkeln).
Da die Crossfeed-Matrix infolge des Übersprechens die Stereomitte stark aufwertet, findet sich ein dritter Schalter, mit dem bei Bedarf die Mitte etwas im Pegel zurückgenommen werden kann, falls dies bessere Einordnung ins Gesamtklangbild erbringt.

Wer Erfahrungen mit konkurrierenden Hardware-Crossfeed-Schaltungen (insbesondere älterer Bauart) besitzt, mag vielleicht mit gedämpften Erwartungen an die Wirksamkeit einer solchen Matrix herangehen.
Umso positiver wird dann die Überraschung sein, im Mini eine fein und dennoch mit klar hörbaren Stufungen differenzierbare Schaltung zu finden, die angenehm klingt und bereits in jeder Einstellung hochwirksam ist; und deren obere Stärkegrade ein Potential bereitstellen, das das Gros der Hörer vielleicht gar nicht benötigt, das aber quasi beruhigende Reserve beinhaltet, um die volle Breite der Hörgeschmäcker sowie der verschiedensten Kopfhörer-Typen abzudecken.

Wieviel die Matrix des Mini tatsächlich leistet, um das Klangbild aus der unnatürlichen Position im Kopf oder an dessen Aussenseiten herauszulösen und virtuell nach vorn vor den Hörer zu bringen, dessen kann man sich jederzeit —und oft wieder staunend— durch Rückschalten in den Off-Modus vergewissern.
In dieser Leistungsfähigkeit vermag die Matrix sogar mit einer guten Crossfeed-Software-Implementation (z.B. als VST-Plugin) gleichzuziehen. Wer mit solcher Software zu arbeiten gewohnt ist, wird den Mini also doppelt schätzen in Fällen, in denen ein Computer nicht zur Verfügung steht, aber verlässliches Monitoring notwendig ist und dieses ausschliesslich oder zumindest auch per Kopfhörer erfolgen soll.

Fazit: Eindeutige Empfehlung für den Mini, und angesichts dessen moderaten Preises erst recht!

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ATC bringt zwei neue Lautsprecher-Modelle auf den Markt

atc logoDer britische Lautsprecherspezialist ATC releast eine neue Version seines renomierten “Einsteigermodells” SCM20ASL Pro und erweitert die Palette um das passive Modell SCM20PSL. Aus der ATC Pressemitteilung:

ATC launches SCM20ASL Pro (V2) active and SCM20PSL Pro passive reference nearfield monitors

As implied by name, the active model replaces the previous-generation SCM20ASL Pro, while the passive model is an allnew affair, providing an entry point into ATC studio monitoring at a lower price point, albeit without compromising component quality over features.

Both models feature ATC’s renowned drive units, hand built in its UK facility. Of particular note is the new SH-25-76S 25mm/one-inch soft dome tweeter, the first to be designed and built by ATC, and the result of six years of research and development by Managing Director Billy Woodman and R&D Engineer Richard Newman. “The tweeter is designed and built with the same no-compromise philosophy as all other ATC drive units,” notes Newman, before continuing: “The design takes notes from the highly-regarded ATC midrange dome by utilising a dual-suspension design, negating the requirement for Ferro-fluid, and avoiding the detrimental effects of this drying out over time, a feature considered to be of utmost importance for longterm consistency.” The massive neodymium motor with heat-treated top plate is optimised to ensure an extended frequency response (-6dB @ 26kHz) and low non-linear distortion. The geometry of the waveguide is designed for optimum dispersion and made from a precision-machined alloy so that the entire structure is extremely rigid and free from resonances.

The bass/mid driver used in both loudspeakers is ATC’s proprietary 150mm/six-inch Super Linear device. Constructed with a 75mm/three-inch voice coil and a short-coil, long-gap topology, it combines the high-power handling and low-power compression usually only found in large, high-efficiency systems with the fine resolution and balance of modern highfidelity systems. Unique to the drive unit is ATC’s Super Linear technology, which, by employing specialist materials in the magnetic circuit, reduces third harmonic distortion in the lower midrange.

The electronics in the active design have also had considerable development time invested in them, resulting in reduced noise and distortion (a further -10dB @ 10kHz) and a reduced operating temperature for improved reliability. The amplifier design is a revised version of ATC’s discrete MOSFET Class A/B design with 200W and 50W continuous power available for the bass and high frequency sections, respectively. The user controls have also been improved over the previous generation with more flexible input sensitivity controls and a revised low frequency shelf control to help achieve good balance in difficult acoustic conditions. The amplifier includes protection circuits for both DC offset and thermal overload.

The cabinet has been restyled to more closely follow the larger monitors in ATC’s professional range and is constructed from heavily-braced MDF. Highly damped, elastometric panels are bonded and stapled to the cabinet’s inner walls to suppress cabinet panel resonances, while the enclosure’s front panel is heavily radiused to reduce cabinet diffraction, improving the frequency response and imaging. The loudspeaker can be wall mounted via a K&M 24120 Wall Mount (available separately). Note that the cabinet requires modification to accept the ‘top-hat’ mount.

Ideally suited to critical nearfield listening applications in all control rooms, LCR surround monitoring in small-to-medium control rooms, and surround channels in medium-to-large control rooms, anyone looking to seriously improve their reference nearfield monitoring experience surely owe it to themselves and their studio setup to take a listen to the SCM20ASL Pro (V2) and/or the SCM20PSL Pro in action? EQ, balance, and edit faster, with more consistent results and reduced listening fatigue using the latest reference nearfields from ATC.

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The SCM20PSL Pro passive high-performance loudspeakers carry a UK RRP of £2,083.00 GBP (plus VAT) per pair; the SCM20ASL Pro (V2) active high-performance loudspeakers carry a UK RRP of £3,647.00 GBP (plus VAT) per pair.”

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In Kürze bei uns im Shop!

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AVID Studio Secrets: Marek Pompetzki mischt SIDO in Pro Tools

In unserer neuen Video-Reihe “Studio Secrets” berichten wir ab sofort über aktuelle deutsche Studioproduktionen und schauen den Musikern, Produzenten oder Mixern bei ihrer Arbeit mit Pro Tools über die Schulter.

Produzent Marek Pompetzki zeigt auch anhand eines Sido-Tracks im Detail wie er diesen in Pro Tools gemischt hat:
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Digitale und analoge Lautstärkeregelung bei D/A-Wandlern

knob_gp2Lautstärkeregelungen in Digital-/Analog-Wandlern (DACs) arbeiten überwiegend digital, d.h. sie verändern das Signal VOR der Wandlung. Es wird also an den Bits des Audiosignals manipuliert.
Im unteren Preissegment der Wandler findet sich der Grund hierfür wohl schon in der Kostengünstigkeit dieser Lösung, jedenfalls wenn man die alternative Analogregelung der Lautstärke nicht gerade mit einem Billig-Potentiometer ausführen möchte.

Qualitätsbewusste Anwender geben traditionell einer analogen Regelung den Vorzug, die das Signal erst NACH der Wandlung verändert. Grund für diese Entscheidung ist der erwähnte, bei einer digitalen Steuerung stattfindende Eingriff in das Digitalsignal: Zur Lautstärkereduktion müssen Bits „kassiert“ werden, das originale Signal erfahre also — so das Argument — einen Verlust an seinem Inhalt.
In der Tat: Jede Halbierung der Lautstärke — also 6dB Reduktion — kostet bekanntlich 1 Bit. Danach bliebe beispielsweise beim Herunterregeln der Lautstärke um 24dB im Rahmen einer 16bit-Wiedergabe (CD) nur noch eine Auflösung von 12 Bit übrig, mit einem resultierenden digitalen Rauschabstand von noch rund 12 x 6dB = 72 (und nicht mehr 96) dB.

Aber ganz so einfach ist die Angelegenheit nicht.

Zunächst einmal muss der Verfechter einer analogen Regelung, will er nicht die beabsichtigten Qualitätsgewinne verspielen, ein Mindestmass an Aufwand treiben.
Eine gewisse Qualität sollte ein die Steuerung vornehmendes Potentiometer also haben. Aber Potentiometer sind in jedem Falle über die Jahre hinweg Verschleiss unterworfen, und auch ihre Genauigkeit hat Grenzen.
Höher geht es im Preis, wenn man eine Analogregelung haben möchte, die mit diskreten Widerständen arbeitet (angesteuert z.B. durch einen Drehschalter oder durch Relais). Hierbei ist die Lautstärkevariation nicht mehr stufenlos, sondern in durch die Schaltung vorgegebenen Sprüngen gestuft. Resultat ist zum einen die exakte Reproduzierbarkeit der Lautstärkestufe, vor allem aber auch grössere Verschleissfreiheit und eine deutlich höhere Kanalgleichheit der Lautstärke: Gute Widerstände haben im Vergleich zu einem Potentiometer bei weitem engere Toleranzen.

A9R704CNach Meinung vieler noch eine Qualitätsstufe höher (auch im Preis): die Regelung durch Transformatoren oder Autotransformatoren (engl. Autoformer). Hier werden variable Abgriffe an der Sekundärwicklung des Trafos bzw. Sekundärseite des Autoformers realisiert, die die Spannungsveränderung bewirken, ohne aber wie im Falle der Fest- oder Potentiometer-Widerstände elektrische Energie einfach zu „vernichten“ (korrekter gesagt: sie in Wärme umzuwandeln). Klarstellend sei allerdings hinzu gesagt, dass diese ohnehin noch seltener anzutreffenden sog. induktiven Lautstärkeregelungen in DACs bisher — soweit hier ersichtlich — nicht verfügbar, sondern nur in einigen Preamps anzutreffen sind (die dann teils auch nur passiv arbeiten, also als nicht-verstärkende Controller u.a. für Volumereduktion und Eingangsumschaltung).

Eine digitale Regelung hat es im Vergleich einfacher: Mit mathematischer Präzision kann in feinen Abstufungen und bei absolutem Kanalgleichlauf geregelt werden. Und es entfallen von vornherein etwaige Qualitätseinbussen am Signal durch die beschriebenen analogen Schaltungselemente zur Lautstärkereduktion.
Nur bleibt eben die angesprochene Sorge um das „Wegwerfen“ der Bits.
Aber diesem Problem kann begegnet werden durch
höhere Auflösungen in der digitalen Steuerung.

Moderne Regelungen beschränken sich nicht auf 16bit-Berechnung. Sondern sie machen das eingehende Signal zu einem Signal mit höherer Bittiefe, also etwa ein 16bit-Signal zu 24bit, oder 16- und 24bit-Signale sogar zu 32bit. Dies geschieht durch Anhängen von Null-Bits an die Originalbits. Auf diese Weise steigt der Rauschabstand der Regelung entsprechend an, bei 32bit auf 32 x 6dB = 192dB.
Eine Reduktion um 6dB auf halbe Lautstärke schneidet dann im Beispiel eines 16bit-Signals keines der originalen Bits mehr ab: Zwar verschiebt sich nach wie vor durch die Lautstärkehalbierung die 16er-Bitreihe um eine Stelle nach unten, die Originalinformation bekommt also einen anderen Stellen- und damit Lautstärkewert. Sie bleibt aber ansonsten unverändert erhalten, weil und solange bei der Verschiebung der Bits nach unten noch Platz ist (in Gestalt der vorher angehängten Nullen).
Ergebnis: Die originalen Bits einer 16bit-Datei werden erst tangiert, wenn sie soweit heruntergeschoben werden, dass es für 16 Bits zu „eng“ wird. Bei einer 32bit-Lautstärkeregelung kann also erst einmal im Wert von 16bit geschoben, sprich: abgeregelt werden, bevor Originalinformation angetastet wird. Das heisst: Um 96dB kann heruntergeregelt werden, bevor ein Informationsverlust eintritt. Im Falle einer 24bit-Regelung liegt der Spielraum immer noch bei 48dB.

In der Praxis bedeutet dies eine quasi verlustfreie Regelung.

Eine 32bit-Lautstärkeregelung ist noch nicht Standard, aber 24bit-Regelungen sind es inzwischen, einfach deshalb, weil die Wandler inzwischen standardmässig in 24bit arbeiten und also am Eingang des Wandlerchips ein 24bit-Signal aus der Lautstärkeregelung zu kommen hat.
Umgekehrt spielt eine 32bit-Auflösung in der Volumeregelung ihr Potential nur dann voll aus, wenn auch der nachgeschaltete D/A-Wandlerchip in 32bit arbeitet. Hat die digitale 32bit-Lautstärkeregelung dagegen an einen 24bit-Chip zu liefern, so werden am Chipeingang 8 von den 32bits wieder abgeschnitten.
Die Suche nach einem Gerät mit hochauflösendem Digital-Volume ist daher letztlich diejenige nach einem Gerät mit einem korrespondierend hochauflösenden D/A-Chip. Dass immer öfter 32bit-Chips verbaut werden, mag man also auch unter diesem Aspekt begrüssen.
Zu beachten auch: Hat ein Gerät eine Mixer- oder sonstige digitale Bearbeitungssoftware integriert, ist die (meist relativ hohe) Auflösung, in der der Mixer etc. arbeitet, allenfalls dann für die Lautstärkeregelung relevant, wenn der Mixer etc. nicht im Bypass ist, also das Signal nicht lediglich unverändert durchleitet.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Wenn von einer „quasi verlustfreien Regelung“ die Rede war, so ist damit die rein mathematische Seite einer (hochauflösenden) digitalen Lautstärkeregelung gemeint.
In der Welt realer und damit immer auch analoger Schaltungen sind Rauschabstände von z.B. 192dB nicht erreichbar (übrigens auch für das menschliche Gehör nicht), und selbstverständlich gelten für jedes DAC-Gerät die Beschränkungen in der Dynamik, wie sie sich aus dem Konverter-Chip und den analogen Schaltungsteilen ergeben.

Diese Einschränkung gilt aber für digitale und analoge Lautstärkeregelungen gleichermassen. Jede Lautstärkereduktion, gleich ob analog oder digital, bedeutet üblicherweise eine Schmälerung der Dynamik: Die digital erfolgende Reduktion reduziert den Rauschabstand des DAC-Chips, die analoge denjenigen im analogen Schaltungsabschnitt des Gerätes.
Der Vollständigkeit halber sei ergänzt, dass es auf der analogen Seite vereinzelte Ausnahmen gibt, in Gestalt von Schaltungen mit in bestimmtem Volumebereich gleichbleibendem Rauschabstand: Reduktion der Lautstärke reduziert hier innerhalb gewisser Grenzen parallel auch das (analoge) Geräterauschen.

Die Summe des Rauschens in den verschiedenen Geräte-Segmenten ergibt die Gesamtdynamik. Welches Gerät von seiner Dynamik her besser abschneidet, hängt demnach von verschiedenen Faktoren ab.
Festzuhalten bleibt hier nur, dass eine digitale Lautstärkesteuerung nicht automatisch die schlechtere Variante sein muss (möglicherweise sogar die bessere sein kann), wenn sie nur genügend hochauflösend arbeitet.

Und letztlich treffen sich digitale und analoge Volume-Regelung in der allgemein geltenden Erkenntnis: Höhere Qualität hat in der Regel einen höheren Preis…

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Cubase mit Grafiktablett steuern

Unser langjährige Kunde Martin Stimming stellt seine DAW-Steuerung mithilfe eines Grafiktabletts vor:
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“Das Video geht zurück auf ein Gespräch mit Arnd von Digital Audio Service – ich hatte ihm erzählt, dass ich Cubase seit einiger Zeit mit einem Stift bediene und das überraschend gut funktioniert. Daraufhin meinte er dass ich diese Idee doch teilen sollte, daher dieses Video.
Ich benutze einen Wacom Cintiq13 Screen mit Wacom’s Stifttechnologie, die als einzige auf dem Markt wirklich 99,9% präzise ist – Grafiker benutzen diese Technologie seit Jahren.
Was im Video ein bisschen im Grauen gelassen wird: besonders Arrangieren und Automation fühlt sich wirklich Welten besser als mit einer klassischen Maus an. Das Stift-Tool in Cubase bekommt mit so einem Pendisplay eine neue Wirklichkeit.”
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21 Drum’n’Bass Mixing Tips

Eine ganz schöne Liste, die sich nicht nur für D&B-Producer zu lesen lohnt: Viele der Tips sind völlig Genre-unabhängig und lassen sich auch auf andere Stilistiken übertragen.

Nachstehend die ersten drei, den Rest findet ihr unter diesem Link.

1. Compression, now before everyone gets their knickers in a knot. I’m not talking about squeezing the life out of your
drums. I’m talking about using a compressor on your drum buss to help glue all your drum sounds together. Its important to make your drums sound like one uniform cohesive sound and compression will do the trick quite well.

2. Try to separate all your drums onto their own tracks. This makes it nice and easy for level changes but also if something needs replacing later in the mix as well.

3. Try adding a touch of reverb to your drums to bring them to life and to make them sound more natural.

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Symmetrischer Betrieb von Kopfhörern (KH)

Wer öfter per KH hört, hat vielleicht schon einen Blick in Richtung symmetrischen Betriebs der cans geworfen. Dazu liest man in manchen Blogs und Geräte-Reviews überschwengliche Kommentare.
Aber Geräte mit symmetrischem Kopfhörerverstärker (KV) haben ihren Preis.
Da ein RME UFX bei mir vorhanden ist, kam mir ein „ketzerischer“ Gedanke: Ein symmetrischer KV täte nichts anderes, als die vier Leiter (je zwei für linkes und rechtes Ohr) meines Sennheiser HD600-Zuleitungskabels mit jeweils „normalem“ und invertiertem Signal zu versorgen.
Müsste mit den zwei KV-Klinkenausgängen des UFX vielleicht auch hinzukriegen sein.
Tatsächlich: Das UFX hat internes Routing, also kann man den linken Kanal der Stereo-Quelle auf KV-Ausgang 1 und den rechten auf KV-Ausgang 2 routen.
Aus zwei Quell-Monokanälen werden so an den Ausgängen vier Kanäle (2x stereo). Aber: Jeweils linker und rechter Kanal der zwei Stereosignale sind noch identisch, nämlich die blosse Verdoppelung des dorthin gerouteten Quell-Kanals. Symmetrie erfordert Invertierung eines der beiden Stereokanäle.
Kein Problem: Das UFX bietet die Möglichkeit, jeweils linken oder rechten Kanal in den KV-Klinken-Ausgängen zu invertieren.
Fertig: Linker Quell-Kanal kommt aus KV-Ausgang 1 in normal und invertiert, und rechter ebenso aus KV-Ausgang 2.

Im obigen Bild geht es um den Submix für Ausgang “Phones 11/12″. Der Submix für “Phones 9/10″ (unten rechts, dunkler abgeblendet neben PH11/12) sieht genauso aus, nur der Fader AN5 (Mittelreihe) steht dann natürlich ganz unten und der von AN6 auf 0 dB.  Wie im Foto schon angemerkt: AN5 und AN6 sind die Quellkanäle in meinem speziellen Routing, das ist aber nur ein Beispiel, es können beliebige andere Quell-Kanalpaare sein aus mittlerer oder oberer Reihe.

Bleibt noch, das Kabel dafür umzurüsten. Wir brauchen insgesamt vier Kanäle, also reichen zwei Monoklinken (TS)?? Naja, ich habe zwei Stereoklinken gewählt (TRS). Denn als Vorzüge symmetrischen Hörens werden genannt Gewinn von 6dB Dynamik (bessere „slew rate“) sowie Eliminierung der gemeinsamen Masse zwischen linkem und rechtem Ohr (Übersprechen). Perfekte elektrische Trennung der Ohren ergibt sich aber erst, wenn man auch im KV keine gemeinsame Masse mehr hat, und dies erfordert, dass der S-Klinkenanschluss unbelegt bleibt. Deshalb TRS-Klinken: Einen Leiter vom „Links-Ohr-Kabel“ an T löten, den anderen an R. Gleiches mit den beiden Leitern des „Rechts-Ohr-Kabels“. Wer ein KH-Kabel mit zusätzlichem Schirmungsleiter hat (also 5- oder gar 6-poliges Kabel), der mag dann auch noch den S-Anschluss der Stereoklinken benutzen, um den Schirm draufzulöten; aber dieser hat keine Verbindung zu den Signalleitern und ändert also an der vollständigen Signaltrennung zwischen den Ohren nichts (vgl. unten im rechten Schema, dort mit XLR-Steckern anstelle von TRS-Klinken gezeigt).

In Klammern gesprochen: Arne von *d.a.s. (der mein Kabel dann auch umgelötet hat) gab zu bedenken, dass ein gewisses Übersprechen klanglich ja erwünscht sei.
Klar, er denkt an die Widernatürlichkeit des KH-Hörens, bei dem das linke Ohr nur vom linken Quellkanal was hört, und das rechte nur vom rechten. Bei Lautsprecher bekommen beide Ohren etwas von beiden Quellkanälen mit (wodurch die Ortung erfolgt).
Ok, richtig, aber das ist aus meiner Sicht ein Grundsatzproblem des KH-Hörens. Mehr Übersprechen durch gemeinsame Masse löst dieses nicht substantiell, das Hörereignis bleibt so oder so praktisch im Kopf und steht nicht davor (wie beim Lautsprecher).
Deshalb ist dieser Aspekt für mich kein Argument gegen TRS-Klinken, sondern etwas, das sowieso durch „Crossfeed“-Plugins angegangen werden sollte: Lieber elektrische Trennung und dann kontrollierte, justierbare und wirksame Algorithmen für künstliches Crossfeed.
Wobei es übrigens nicht nur den Weg über VST-Plugins gibt, sondern auch einige KV, die hardwarebasiert eine Crossfeed-Schaltung bieten (z.B. Grace); wie wirksam die dann ist und ob jene KV wiederum symmetrischen Hörerbetrieb ermöglichen, ist eine andere Frage.

Und wie klingt’s?
Wer völlig neue Klangwelten erwartet, soll lieber auf HD800, Audeze LCD3 oder sowas aufrüsten (diese dann aber vielleicht auch wiederum symmetrisch betreiben…).
Aber ich fand den Aufwand fürs blosse Umlöten eines Kabels und zwei Neutrik-Klinken sehr lohnend.
Mein Eindruck war der eines etwas plastischeren Klangs, von mehr Klarheit auf sozusagen dunklerem Hintergrund, auch von druckvolleren Attacken. Und auch eindeutig von mehr Details in oberen Mitten und Höhen.
Der Unterschied mag vielleicht noch grösser werden, wenn der Vergleich mit gleichem Kabeltyp durchgeführt wird. Denn insoweit war ich sogar „unfair“ gegen die symmetrische Variante: Sie benutzt ein von Arne umgelötetes Standard-Sennheiser-Kabel, während der unsymmetrische „Gegenspieler“ ein nobles Silber-Kabel ist.

Also, wer die „Zutaten“ dazu sowieso schon hat, dem kann ich diese Idee empfehlen.
Zutaten heisst: Gerät mit zwei –parallel nutzbaren– KV-Ausgängen sowie oben beschriebener Routing-Möglichkeit und Invertierbarkeit je eines Kanals in den beiden Ausgängen.

Jetzt wird’s noch „ketzerischer“: Da ich nun schon das symmetrisch umgebaute Kabel habe, warum nicht mal Interface-Ausgänge versuchen, die eigentlich nicht für KH gedacht sind?
Beim UFX gibt’s hinten (Mono-) Klinkenausgänge, die symmetrisch arbeiten.
Routing wieder wie gehabt, nur das manuelle Invertieren wie bei den KV-Ausgängen entfällt; das tun symmetrische Ausgänge prinzipbedingt selbst.
Warum „ketzerisch“? Nun, KV sind immer auf sehr bis extrem geringe Ausgangsimpedanz ausgelegt, Line-Ausgänge nicht in diesem Masse. Beim UFX sind’s hinten 75 Ohm, vorn 30 Ohm.
An den 300 Ohm meines HD600 funktioniert es aber auch mit den 75 Ohm-Line-Ausgängen tadellos, aber das ist eine Frage des Zusammenspiels von konkretem KH-Typ und Line-Ausgang.
Muss man ausprobieren. In meinem Fall: Leichter Vorzug für die KV-Ausgänge vorn am UFX, etwas brillanteres Klangbild.

Jedenfalls: Wer Line-Ausgänge nutzt, hat natürlich noch viel grössere Auswahl an für KH-Symmetrie nutzbaren Interfaces. Nötig sind dann nämlich keine zwei KV-Ausgänge mehr, sondern
nur symmetrische Line-Ausgänge (XLR oder Klinke) plus internes Routing.

Beim Kabel-Umlöten Achtung mit der Breite von Klinkensteckern, es müssen zwei davon nebeneinander oder untereinander in die Ausgänge passen. Z.B. beim UFX bekäme man mit dicken Furutechs o.ä. Probleme.

Abschliessend noch zur Klarstellung: Dies ist keine Auswahl-Empfehlung für einen noch anzuschaffenden KV zum symmetrischen Betrieb!
Es geht hier nur um die Umrüstung einer Wiedergabekette auf symmetrischen Betrieb, die schon vorhanden war und vorher zum unsymmetrischen KH-Hören benutzt wurde.

Tobias Bigger

 

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