Der Weltbeste Mehrkanal-Wandler mit DSD 256 spart Ihnen jetzt auch noch den Vorverstärker!

Mit Merging Technologies NADAC entscheiden Sie sich nicht mehr nur für den besten Klang – sondern auch für die wirtschaftlichste Lösung, denn:

Mit der Veröffentlichung der offiziellen NADAC-App haben Sie ab sofort jederzeit eine Touch-Screen-Fernbedienung für Ihren NADAC greifbar! Neben Auswahl der Quelle und Lautstärke für Lautsprecher und Kopfhörer können Sie auch den Pegel / Trim und die Phase aller Kanäle separat einstellen. Das ermöglicht die optimale Ansteuerung Ihres Stereo oder Mehrkanal-Setups und macht somit einen separaten Vorverstärker überflüssig.

So lassen sich mit dem NADAC nun höchstwertige, ultra-puristische Abhör- und Heimkino-Anlagen erstellen, die nicht nur die bestmögliche Wiedergabe ermöglichen, sondern ganz nebenbei auch noch eine teure Vorstufe einsparen können.

 

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Gutshot: 1073er Module von BAE, AMS Neve und Heritage

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Obenstehendes Video wirft einen Blick auf das Innenleben der drei 1073 500er Module von BAE, AMS Neve und Heritage und verdeutlicht, dass nur beim BAE die originalen Carnhill St. Ives Transformer sowohl am Eingang als auch am Ausgang zum Einsatz kommen. Das ist nach wie vor der entscheidende Unterschied zwischen den drei Modellen. Außerdem verwendet BAE auch originale Elmar-Schalter und Canford Verkabelung. Damit sind sie die einzigen mit den Original NEVE Vintage-Komponenten.

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Aufnahmen in Ambisonics-Technik

Ambisonics ist ein Aufnahmeverfahren, das in den 1970ern u.a. vom britischen Mathematiker Michael A. Gerzon (1945-96) entwickelt wurde.

Ambisonics Logo

Ambisonics Logo

Seit vielen Jahren interessiert mich dieses Verfahren, bisher kam es aber nie dazu, dass ich tatsächlich mit Ambisonics gearbeitet habe. Erst vor kurzem entstand der feste Plan, ein nächstes Projekt u.a. mit dieser Technik aufzunehmen, woraus auf Vorschlag von Arnd Niemeyer auch dieser Beitrag resultiert. Meine Ausführungen können auf diesem Hintergrund leider noch keinen Bericht aus der Praxis erfolgter Anwendung des Verfahrens enthalten, sondern vorerst nur die Darstellung theoretischer Grundlagen und praktischer Aspekte von Ambisonics, soweit sie sich aus der Perspektive des „Vorhinein“ darstellen.
Auch so ist der Post aber schon umfänglich genug ;-)
Die „Rückschau“, also der Praxisbericht, wird von mir nachgeliefert werden, sobald ich die ersten Anwendungserfahrungen gemacht habe.

Ambisonics beinhaltet die Erfassung eines Schallfeldes an einem bestimmten Punkt im Raum, an dem dieses Feld mit Hilfe von mehreren koinzident angeordneten Mikrofonen bzw. Mikrofonkapseln aufgenommen wird. Grundgedanken hierzu gehen auf Alan Blumlein und die M/S-Technik zurück, Ambisonics erweitert M/S aber bereits in der horizontalen Schallfeldebene und kümmert sich zusätzlich auch um die Dimension des Oben/Unten, also die Information über die vertikale Ebene.

Die Genauigkeit der aufgezeichneten Schallfeldinformation lässt sich theoretisch unbegrenzt weit treiben durch Erhöhung der Zahl der Informationskanäle, wobei der Grad an Informations-„Detaillierung“ in Ordnungen bezeichnet wird.

Grundlage und unterste Ebene der Schallerfassung ist eine reine Schalldruck-Information am Aufnahmepunkt, also eine — in Richtcharakteristik gesprochen — omnidirektionale Information.
Mit ihr liegt noch keine Richtungsinformation vor, man spricht von Ambisonics der 0.Ordnung.

Hinzukommen müssen die Richtungsinfos aus der darauf aufbauenden 1.Ordnung:
Schalldruck-Gradienten sind erforderlich, in Richtcharakteristik formuliert also mehrere (symmetrisch) bidirektionale Informationen. Der Zusatz „symmetrisch“ ist für eine normale fig8-Charakteristik eigentlich unnötig bzw. eine Tautologie, aber es gibt Mikrofone, deren Charakteristik ebenfalls als fig8 bezeichnet ist, die aber klanglich gewisse Unterschiede zwischen Vor- und Rückseite aufweisen (z.B. die R-Modelle aus Royers Bändchen-Palette). Solche „asymmetrische“ Achten sind hier ungeeignet, weil die Asymmetrie die Richtungs-Information verfälscht, genauso wie solche Mikros auch als S-Mikro in M/S-Stereo nicht in Frage kämen.
Die 1.Ordnung besteht aus drei Gradienten, die folgende Richtungsinformationen bereitstellen: vorne/hinten, links/rechts und oben/unten.

Die sich insgesamt ergebenden 4 Kanäle werden mit den Kürzeln W bis Z bezeichnet, W für Omni, X für vorn/hinten, Y für die Seiten- und Z für die Höheninformation.

Die hierin verkörperte Information über das Schallfeld heisst B-Format.

Höhere Ambisonics-Ordnungen addieren immer mehr zusätzliche Richtungsinformationen. Diese Unterteilungen sind aber in der Praxis nicht mehr relevant, dies u.a. schon deshalb, weil praktisch-technisch eine auch nur annähernde Koinzidenz so vieler Mikrofone unmöglich zu erreichen ist.

Es geht also praktisch allein um Ambisonics 1.Ordnung.

–> Was bringt das Ganze?

Man kann durch Summen- und Differenzbildung aus den 4 B-Format-Kanälen in der Post-Production ganz nach Belieben alles von Stereo bis zu vielfältigen Surround-Formaten decodieren. Und dabei können — NACH der Aufnahme — die aus der Decodierung entstehenden virtuellen Mikrofone auch noch beliebig in ihrer Richtcharakteristik und ihrem Öffnungswinkel verändert und die 0°-Achse des ganzen Arrays beliebig verdreht werden. Durch die Information des Z-Kanals (oben/unten) lassen sich schliesslich die virtuellen Mikrofone auch noch aus der Horizontale nach oben oder unten kippen.
Anders ausgedrückt: Man kann mit den (virtuellen) Mikrofonen im Nachhinein mehr nach links oder rechts zielen, mehr nach oben oder unten, man kann den Aufnahmewinkel (Stereobreite) ändern und per Wahl der Richtcharakteristik entscheiden, wie das Verhältnis von direktem und indirektem Schall sein soll (wie „räumlich“ also die Aufnahme klingt).
Die Decodierung der 4 Kanäle übernimmt entsprechende Hardware oder auch Software, die als Standalone-Programm oder als Plugin in einer DAW arbeitet.

–> Und wie läuft die Aufnahme praktisch ab?

Es gibt zwei Ansätze für die Aufnahme, nämlich das sog. A-Format und das B-Format.

1)  B-Format

Die oben erwähnten Richtcharakteristiken der 4 B-Format-Kanäle legen den gedanklichen Schritt zu entsprechenden Mikrofonen nahe. Und in der Tat ist das B-Format nicht nur die 4-kanalig codierte Information über ein Schallfeld, sondern als sog. natives B-Format auch direkt erzeugbar durch ein Omni und drei Achten.

Dabei kann es um 4 selbständige Mikrofone gehen, aber zwei oder drei der Kapseln könnten auch in einem einzigen Mikrofon zusammengefasst sein. Beispiel: AEA R88Mk2 oder Coles 4050, die zwei in 90°-Winkel zueinander stehende Bändchen-Achten kombinieren; oder Josephson C700S, das neben zwei solchen Achten (hier Kondensatoren) auch noch eine Omni-Kapsel beherbergt.
Benutzt man getrennte Mikros, ist durchaus zunächst noch offen, wie die Anordnung im Detail aussieht, denn u.a. gibt es für die Achten immer zwei mögliche Positionen. Am Beispiel X-Kanal (vorne/hinten): Das X-Mikro könnte vertikal angeordnet sein (mit seinen „Nullen“, also den Punkten der seitlichen geringsten Empfindlichkeit, nach links und rechts) oder auch horizontal von der Seite her (mit den Nullen nach oben und unten weisend).

Wenn man die Anordnungen durchdenkt, wird jedenfalls klar, dass sich die Mikrofone immer ein wenig behindern, zum einen durch evtl. Schallabschattung, zum anderen, indem perfekte Koinzidenz in allen 4 Kanälen nie erreichbar ist.

Nicht zuletzt aus diesen Gründen trifft man in der Praxis eine Ambisonics-Variante an, die auf den Z-Kanal verzichtet, also sich ohne Höhenkomponente und folglich nur mit den Informationen in der Schallfeld-Horizontale begnügt. Diese 3-kanalige Variante hat gewisses Renommée erlangt als Halliday/Nimbus-Anordnung des britischen Labels Nimbus Records.
Dr. Jonathan Halliday (1950-2011), Technischer Direktor bei Nimbus, entwickelte die wohl nach wie vor bei Nimbus eingesetzte Anordnung: 3 getrennte Mikros (dort Kleinmembrane von B+K und Schoeps), und zwar das Omni horizontal in der Mitte sowie von unten und oben vertikal dazustossend die beiden Achter für X- und Y-Kanal, das X-Mikro mit den Nullen nach links/rechts und das Y-Mikro mit den Nullen nach vorn/hinten.

Foto des Halliday-Arrays:
https://en.wikipedia.org/wiki/Ambisonics#/media/File:Nimbus-Halliday-Microphone-A.jpg

Im Internet findet sich der Vorschlag einer Abwandlung dieser Anordnung:
Omni vertikal von unten nach oben, Y-Mikro horizontal in der Mitte (Nullen nach oben/unten) und X-Mikro von oben vertikal (Nullen nach links/rechts).
Dieser Vorschlag scheint mir plausibel durch den für ihn aufgezeigten Vorteil, dass das Omni infolge der vertikalen Anordnung eine in der horizontalen Schall-Ebene vollkommen uniforme Richtcharakteristik hat. Bei Halliday kommt das Mikro demgegenüber horizontal von hinten, erleidet also in der horizontalen Ebene die auch bei Omnis vorhandene seitliche und erst recht rückwärtige Abschwächung der höheren Frequenzen!
Bei der alternativen, also der vertikalen Anordnung des Omni liegt zwar die horizontale Haupteinsprechrichtung vom Polardiagramm des Mikrofons her auf 90°, also bereits in einer im HF-Bereich abgeschwächten Region. Aber dies gilt dann uniform rundum. Also egal ob Schall von hinten oder vorn oder den Seiten: Immer empfängt das Omni ihn auf 90°. Bei Halliday kommt der Schall von vorn auf 0° und von hinten auf 180° usw., also mit den beachtlichen Sensitivitätsunterschieden im HF-Bereich eines Omni-Mikros. Für die Decodierung des horizontalen Schallfeldes ist das ungünstig, da Schallfeldunterschiede vorgetäuscht sind, die in Wirklichkeit zum Teil nur auf technische Unterschiede in der Mikrofonsensitivität zurückgehen.
Die erwähnte, horizontal-rundum gleichmässig wirkende 90°-Abschwächung des HF-Schallempfangs eines vertikal positionierten Omnis kann man dann, wenn gewünscht, mit EQ in der Post-Production ausgleichen. Die Kompensation wirkt gleichmässig rundum, so wie die Abschwächung gleichmässig rundum stattfindet.

Die 3-kanalige Variante des Native-Ambisonics scheint für viele Anwendungsfälle ein guter Kompromiss zwischen vollständiger Schallfelderfassung und praktikablem und möglichst koinzidentem Mikrofon-Setup.
Denn der Verzicht auf die Vertikalkomponente (Z-Kanal) und damit auf die Kippbarkeit der decodiert-virtuellen Mikrofone in der Post-Production ist jedenfalls dort gut verschmerzbar, wo die Höhenausdehnung der Schallquelle relativ beschränkt ist und man mit einer vor der Aufnahme erfolgenden korrekt-horizontalen Ausrichtung des Mikrofon-Arrays auf der „richtigen“ Höhe auch keine Probleme hat. Denn dann brächte eine virtuelle Kippbarkeit des Mikrofon-Arrays in der Post-Production praktisch keine Vorteile. Im Gegenzug aber spart man sich ein Mikrofon im Setup, mit u.a. den Vorteilen aus geringerer gegenseitiger Mikrofon-Abschattung und einfacherem Aufbau.
Und die Koinzidenz von drei Mikros im horizontalen Schallfeld ist sehr gut herstellbar, wohingegen bei vieren je nach konkretem Setup die horizontal-koinzidente Anordnung leidet oder jedenfalls das Problem gegenseitiger Abschattung in der horizontalen Ebene virulent wird. Die vertikale Koinzidenz ist sowieso nicht ganz befriedigend möglich, egal ob mit drei oder vier Kanälen, aber bei 3-kanaligem Ambisonics spielt dies keine Rolle, da hier nur 2-dimensional im horizontalen Schallfeld aufgenommen wird und die horizontale Koinzidenz sehr exakt ist, solange die Schallquelle sich in der Vertikalen nicht stark ausdehnt.

 –> Was ist in der Post-Production zu beachten?

Die Grundforderung für das B-Format ist, dass die Kapseln/Mikrofone nicht nur möglichst perfekt koinzident, also räumlich-akustisch auf einen gemeinsamen Referenzpunkt bezogen, arbeiten, sondern dass dies auch elektrisch der Fall ist.
Diese gleichsam „elektrische Koinzidenz“ bedeutet, dass eine hypothetisch für alle 3 oder 4 Mikrofone akustisch gleich wirksame Schallfeldänderung auch im elektrischen Output aller 3 oder 4 Kanäle gleich wirksam sein muss. Denn nur dann werden Schallfeldänderungen, d.h. das aufzunehmende Schallereignis, in Stärke und Richtung korrekt durch die Kanäle abgebildet. Gehen dagegen Differenzen zwischen den Kanälen ganz oder teilweise auch auf elektrisch-technische Unterschiede zwischen ihnen zurück, wird die Summen- und Differenzbildung in der Decodierung des B-Formats auch von Umständen ausserhalb des Schallfeldes beeinflusst. Die Schallfeld-Abbildung im B-Format wird dann verfälscht.

Hieraus folgen dreierlei Forderungen:

Erstens müssen etwaige Sensitivitätsunterschiede zwischen den 3 oder 4 Mikros in der Post-Production ausgeglichen werden, damit alle Signale auf den gleichen „Nullpunkt“ bezogen sind. Mikrofon-Daten in mV/Pa müssen also gegebenenfalls umgerechnet werden in dB re 1V/Pa —z.B. mit Hilfe von www.sengpielaudio.com/Rechner-sensitivity.htm—, und die dB-Unterschiede werden dann in der DAW in den Mikrofon-Tracks entsprechend durch Gain-Addition oder -Abzug kompensiert.

Zweitens gilt Gleiches für etwaige Gain-Unterschiede in den Mikrofon-Preamp-Kanälen. Bei der Aufnahme muss nicht identisch ausgesteuert werden, aber falls unterschiedliche Verstärkung am Werk war, muss hinterher in der DAW entsprechend kompensiert werden.

Und drittens ist es wünschenswert, den Frequenzgang der Mikrofone per EQ möglichst weit einander anzunähern. Frequenzgangkurven in Datenblättern mögen hier hilfreich sein, ebenso aber auch eine FFT-Analyse der Aufnahmen in den Mikrofonkanälen.

Sofern die 2 oder 3 bidirektionalen Mikros vom selben Typ sind, kann man bei diesen untereinander Punkt 1 schon einmal abhaken und muss für alle gleichermassen nur die etwaige Differenz zum Omni-Mikro ausgleichen. Für den Frequenzgang (Punkt 3) darf man dies zumindest im Falle eines „matched pair“ von zwei fig8-Mikros auch so halten.
Der Vergleichsfrequenzgang des Omni-Mikrofons hängt übrigens im Falle von dessen vertikaler Positionierung davon ab, ob man die HF-Abschwächung infolge des 90°-Einsprechwinkels kompensiert haben oder so belassen möchte (vgl. dazu oben bei den Ausführungen zur Mikrofonanordnung).

Der letzte Schritt: Von der so erreichten „elektrischen Koinzidenz“ aller Mikrofone aus ist dann abschliessend wieder eine Art „Rückschritt“ zu machen. Der Omni-Kanal muss um 3dB abgesenkt werden. Das hat rein historische Gründe, die dazu geführt haben, dass die entsprechende Konvention für die Decodierung gilt und die Decoding-Software also diese Absenkung voraussetzt.

2)  A-Format

Erwägungen zur Koinzidenz und dem etwas umständlichen Aufbau im Rahmen der nativen B-Format-Aufnahme lassen den Gedanken aufkommen, Ambisonics (mit allen 4 Kanälen) noch anders aufzunehmen.
Die Rede ist vom sog.
A-Format.

Hier werden 4 kleine Nieren-Kapseln so nah wie möglich aneinander positioniert dergestalt, dass sie die Ecken eines gleichseitigen Tetraeders bilden. Ihre 4 Signale ergeben das A-Format, das ebenso wie eine 4-kanalige native B-Format-Aufnahme das Schallfeld 3-dimensional vollständig erfasst und aus dem sich durch decodierende Umrechnung die 4 Kanäle des B-Formats gewinnen lassen. Die Umrechnung vom A- ins B-Format übernehmen Hardware- oder Software-Decoder.

Foto eines A-Format-Mikrofons:  www.core-sound.com/TetraMic/TetraMic-small3.jpg

3)  Vor- u. Nachteile der beiden Formate

Vorteilhaft an A-Format-Mikrofonen (z.B. von Soundfield oder CoreSound) ist das — im Verhältnis zur 4-kanaligen (nicht zur 3-kanaligen) nativen B-Format-Aufnahme — höhere Mass an Koinzidenz in den recht kleinen Tetraedern. Angenehm ist auch der Umstand, dass die Sensitivitäten und Frequenzgänge der 4 Kapseln schon wegen gleichen Bautyps und zusätzlich noch von den Herstellern vorgenommenen Aufeinander-Matchens praktisch gleich sind. Ferner sind alle 4 Kanäle in Form eines kompakten, handlichen Mikrofons präsent, das Setup ist also letztlich genauso einfach wie dasjenige eines einzelnen Monomikrofons.

Ein gewisser Nachteil ist die Festlegung auf Kleinmembran-Nieren-Kondensatoren und auf eine ganz konkrete, vom jeweiligen Hersteller des Mikrofons verwendete Kapselsorte.
Letzteres mag sicher verschmerzbar, ersteres will aber zumindest bedacht sein:

  • Im Gegensatz zum A-Format enthält das native B-Format ein Omni. Es ermöglicht also dem Nutzer, dieses Omni mit einem echten Druckempfänger zu realisieren anstatt aus der Addition gegengerichteter Nieren. Denn bekanntlich ergibt zwar im Polardiagramm die Nieren-Addition ein Omni, ein solches bleibt aber bestimmten Eigenheiten eines Druckgradienten-Mikros verhaftet und ist insbesondere im Tiefbass-Frequenzgang einer echten Druck-Kugel unterlegen.
  • Wer die klanglichen Eigenschaften von Bändchenmikrofonen schätzt, hat mit dem nativen B-Format die Möglichkeit, für die Achter-Kanäle Bändchen einzusetzen.

4)  Alternative

Eine Alternative für das 2-dimensionale, also 3-kanalige Ambisonics (ohne Z-Kanal) besteht im insbesondere von Schoeps propagierten Doppel-M/S.

Hier werden zwei in 180° zueinander stehende Nieren zu zwei entgegengesetzt gerichteten M/S-Pärchen kombiniert, indem sie ein und dasselbe rechtwinklig zu ihnen empfangende fig8-Mikro benutzen, sich also ihr jeweiliges S-Mikro quasi teilen. Wie bei Ambisonics ist — im Gegensatz zum einfachen M/S — die Richtcharakteristik der decodierten virtuellen Mikrofone frei wählbar und nicht automatisch mit dem Zumischungsanteil des S-Mikros vorgegeben.
Und genau wie beim nativen 3-Kanal-B-Format sind normalerweise 3 Mikros beteiligt. Auch hier kann man allerdings in der Praxis mit zwei Mikrofonen auskommen, sofern eines zwei Kapseln enthält: Hier müsste es die doppelte Niere sein, die in einem Mikrofon kombiniert wäre, indem dieses eine entsprechende Doppelkapsel und getrennte Ausgänge für beide Kapseln hätte (z.B. Sennheiser MKH 800 twin, Ehrlund EHR-T).

Der oben als Nachteil des A-Formats angesprochene Unterschied einer aus zwei Nieren addierten Druckgradienten-Kugel gegenüber einer echten Druck-Kugel gilt auch hier.

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NACHTRAG 13.11.2015

Zwei Ergänzungen zu meinem Post scheinen mir angezeigt:

  • Rein vorsorglich zur Klarstellung ist anzumerken, daß die Ermöglichung des nachträglichen Links-Rechts-Verdrehens des Mikrofon-Arrays (also des “Zielens” mehr nach links oder rechts) natürlich keine Sonder-Fähigkeit von Ambisonics –oder auch Doppel-M/S– ist.
    Mir fiel im Nachhinein auf, daß meine Textformulierung insoweit evtl. mißverständlich sein könnte.
    Die Links/Rechts-Information kommt aus dem Y-Mikrofon, von dem zwecks unterschiedlicher Seiten-Gewichtung mehr von der positiven oder eben der negativen Polaritätsseite in die Summenbildung eingeht. Das ist nichts anderes als eine Balance-Regelung, die beim einfachen M/S-Setup ebenso existiert, da dort das Seiten-Mikrofon ja auch vorhanden ist.
    Die Erweiterungen durch Ambisonics liegen nicht im Y-Mikrofon, sondern in der Kombination von W- und X-Kanal beim 3-kanaligen Ambisonics und zusätzlich dem Z-Kanal beim 4-kanaligen “Voll-Ambisonics”. Diese Erweiterungen machen einerseits die Wahl der Richtcharakteristik möglich unabhängig vom Anteil des X-/Seiten-Mikros, und andererseits per Z-Kanal die 3.Dimension, nämlich die Verdrehung der virtuellen Mikros nach oben/unten (also um die Querachse des gesamten Mikrofon-Arrays).
    Der erstgenannte Vorteil gegenüber dem einfachen M/S –also freie Richtcharakteristik-Wahl– ergibt sich auch aus der Doppel-M/S, wie dort erwähnt; der zweitgenannte natürlich nicht, er erfordert den 4. Kanal, den die Doppel-M/S nicht hat.
  • Ergänzend zu den Maßnahmen in der Post-Production unter dem Stichwort “Elektrische Koinzidenz”: Ich vergaß zu erwähnen, daß auch die Referenzierung der Wandler entweder identisch sein oder bei Unterschiedlichkeit später in der DAW entsprechend kompensiert werden muß.
    Also: Wer in den 3 oder 4 Wandlern oder Wandlerkanälen unterschiedliche 0dBFs-Referenzpegel eingestellt (oder unterschiedliche Werte von den Geräten her unabänderlich vorgegeben) hat, der muß diesen Unterschied hinterher ebenfalls kompensieren. Wenn ein Wandler z.B. aus +12dBu  die 0dBFs-Vollaussteuerung macht, ein anderer z.B. aus +20dBu, dann ergeben sich zu kompensierende 8dB Unterschied ganz so, als hätte man in den Preamps eine um 8dB unterschiedliche Verstärkung.
    Wer die Vollaussteuerungs-Referenzspannung bei seinen Wandlern einstellen kann, ist wohl ganz gut beraten, diese Werte vor der Aufnahme auf einheitliche Marge zu setzen: Ein Punkt weniger im Rahmen der Herstellung der “elektrischen Koinzidenz”, den man hinterher im Editing zu erledigen hat und dort womöglich noch vergessen könnte…
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EZDrummer 1 wird eingestellt, Upgrade noch bis Jahresende erhältlich!

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Ab nächstem Jahr wird es nicht mehr möglich sein von Toontracks EZDrummer 1 auf Version 2 upzugraden. Um weiterhin von EZDrummer zu profitieren sollte man die Möglichkeit des Upgrades noch nutzen, da ab dem 01. Januar 2016 dann eine Vollversion gekauft werden müsste. Toontrack sagt dazu:

Wir werden und können die Vorgängerversion EZdrummer 1 nicht mehr länger mit Support und/oder Updates unterstützen. Dies hat unweigerlich zur Folge, dass EZdrummer 1 nach und nach in einigen DAWs und unter einigen Betriebssystemen nicht mehr problemlos funktionieren wird, da diese natürlich auch ständig weiterentwickelt werden und aktuelle Software-Versionen voraussetzen.

Bereits die vergangenen 5 neusten EZX-Libraries wurden speziell für den EZdrummer 2 produziert. Wir produzieren also schon länger keine EZX-Erweiterungen mehr, die zur Vorgängerversion EZdrummer 1 kompatibel sind und werden auch alle zukünftigen EZX-Libraries ausschließlich für EZdrummer 2 produzieren.

Wer upgraden möchte schreibt uns am besten eine Email an info@digitalaudioservice.de ..

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Protools HDLink Card for Horus / Hapi now available

Mergings neue Option Card PT64 für Protools Konnektivität ist jetzt verfügbar und bei uns im Shop erhältlich. Das gute Stück kostet 639,- Euro.

Connect 64 channels (at 44.1-48kHz) of Pro Tools HDX directly to Horus and Hapi. Merging Technologies networked Audio Interfaces can now be a direct replacement for HD Interfaces from AVID.

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Reminder: Nuendo World Tour 2015

Zur Erinnerung: die deutschen Zwischenstopps der Nuendo World Tour rücken näher und es sind noch zwei Termine in Köln dazugekommen.

“Erlebt die neuen Features und Funktionen von Nuendo, der innovativen Softwarelösung für Game Audio, Musik, TV- und Film Post-Produktion in einem exklusiven Workshop! … Außerdem mit von der Partie: Nuage, die Controller-Lösung aus dem Hause Yamaha, mit der das Arbeiten in Nuendo noch effektiver wird.”

nuendo

Hier nochmal die Termine zur Übersicht:

Die Veranstaltungen sind kostenlos, es ist jedoch notwendig sich zu registrieren. Die Registrierung erfolg über den jeweiligen Eventbrite-Link.

Wir freuen uns auf Sie!

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Game Changer: ProTools Konnektivität für Horus und Hapi

Gerade erreichen uns große Neuigkeiten von Merging Technologies: Mit der PT64 wird es in Zukunft eine neue I/O-Karte für Horus und Hapi geben, die es ermöglicht direkt mit ProTools HD Karten zu kommunizieren. Damit wird es erstmals möglich sein, ProTools Systeme direkt in ein RAVENNA Netzwerk einzubinden. Wenn das mal keine News sind!

PT64_HDX_Link_3_4_view edit

Merging Technologies PT64 Option Card for Horus / Hapi

“The increasing popularity of Horus and Hapi in the Pro Tools community led to requests to improve the latency when used with HD systems. The PT64 card is the perfect plug in solution for HDX connectivity.  PT64 takes one card slot in Hapi or Horus and offers a 64 channel bi-directional connection. The cards can be doubled up to provide 128 channels in a single device. In addition to the obvious performance improvements, PT64 brings Pro Tools into the RAVENNA/AES67 world, as well as being able to utilize the vast array of digital I/O that comes as standard on these converters. The astounding quality and headroom of the mic preamps and the state of the art A/D and DA conversion is a further bonus for the serious Pro Tools user.  PT64 is shipping now.”

Ein erster Schwung Karten ist vorbestellt und wird voraussichtlich ab Ende September lieferbar sein. Für spezifischere Infos und Beratung wenden Sie sich gerne an Thomas Römann (040 4711 348 13 / tr@digitalaudioservice.de).

 

Hier finden Sie alle Merging Technologies Artikel bei uns im Shop. Die PT64 Option Card folgt sobald es genaueres Infos zu Preisen und Verfügbarkeit gibt.

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Countdown läuft: NADAC Präsentation bei CBA

Kurze Erinnerung: Nächstes Wochenende ist es soweit! Bei Claus Bücher Audio in Taunusstein feiert der NADAC D/A-Wandler von Merging Technologies seine Deutschlandpremiere. Das genaue Programm steht nun fest und darf dem wundervoll gestalteten Flyer unten entnommen werden :)

Wir freuen uns auf Sie und bitten, bei Interesse, um eine kurze Anmeldung bei Thomas Römann (040 4711 348 13 / tr@digitalaudioservice.de).

CBA

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Nuendo World Tour 2015

Yamaha und Steinberg gehen mit Nuendo 7 auf große Welttournee und machen dabei, mit unserer Unterstützung, auch ein paar Zwischenstops in Deutschland.

“Erlebt die neuen Features und Funktionen von Nuendo, der innovativen Softwarelösung für Game Audio, Musik, TV- und Film Post-Produktion in einem exklusiven Workshop! … Außerdem mit von der Partie: Nuage, die Controller-Lösung aus dem Hause Yamaha, mit der das Arbeiten in Nuendo noch effektiver wird.”

nuendo 7

Die Veranstaltungen sind kostenlos, es ist jedoch notwendig sich zu registrieren. Die Registrierung erfolg über den jeweiligen Eventbrite-Link. Pro Workshop gibt es 30 Plätze.

Die bislang bekannten Termine in Deutschland sind:

Es werden vorraussichtlich noch weitere Termine in anderen Städten kommen über welche wir Sie natürlich auf dem Laufenden halten werden.

Außerdem gibt es die Möglichkeit das System auf der SAE Allumni Convention am 22. und 23. Oktober in Berlin kennenzulernen. Die Ausstellung/Messe ist kostenlos. Wer möchte, kann mit Thomas Römann (040 4711 348 20 / tr@digitalaudioservice) im Vorab einen Termin zur Einzeldemo vereinbaren.

Wir freuen uns auf Sie!

Hier finden Sie alle Nuendo 7 und Nuage Artikel bei uns im Shop

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