EZDrummer 1 wird eingestellt, Upgrade noch bis Jahresende erhältlich!

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Ab nächstem Jahr wird es nicht mehr möglich sein von Toontracks EZDrummer 1 auf Version 2 upzugraden. Um weiterhin von EZDrummer zu profitieren sollte man die Möglichkeit des Upgrades noch nutzen, da ab dem 01. Januar 2016 dann eine Vollversion gekauft werden müsste. Toontrack sagt dazu:

Wir werden und können die Vorgängerversion EZdrummer 1 nicht mehr länger mit Support und/oder Updates unterstützen. Dies hat unweigerlich zur Folge, dass EZdrummer 1 nach und nach in einigen DAWs und unter einigen Betriebssystemen nicht mehr problemlos funktionieren wird, da diese natürlich auch ständig weiterentwickelt werden und aktuelle Software-Versionen voraussetzen.

Bereits die vergangenen 5 neusten EZX-Libraries wurden speziell für den EZdrummer 2 produziert. Wir produzieren also schon länger keine EZX-Erweiterungen mehr, die zur Vorgängerversion EZdrummer 1 kompatibel sind und werden auch alle zukünftigen EZX-Libraries ausschließlich für EZdrummer 2 produzieren.

Wer upgraden möchte schreibt uns am besten eine Email an info@digitalaudioservice.de ..

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Protools HDLink Card for Horus / Hapi now available

Mergings neue Option Card PT64 für Protools Konnektivität ist jetzt verfügbar und bei uns im Shop erhältlich. Das gute Stück kostet 639,- Euro.

Connect 64 channels (at 44.1-48kHz) of Pro Tools HDX directly to Horus and Hapi. Merging Technologies networked Audio Interfaces can now be a direct replacement for HD Interfaces from AVID.

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Reminder: Nuendo World Tour 2015

Zur Erinnerung: die deutschen Zwischenstopps der Nuendo World Tour rücken näher und es sind noch zwei Termine in Köln dazugekommen.

“Erlebt die neuen Features und Funktionen von Nuendo, der innovativen Softwarelösung für Game Audio, Musik, TV- und Film Post-Produktion in einem exklusiven Workshop! … Außerdem mit von der Partie: Nuage, die Controller-Lösung aus dem Hause Yamaha, mit der das Arbeiten in Nuendo noch effektiver wird.”

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Hier nochmal die Termine zur Übersicht:

Die Veranstaltungen sind kostenlos, es ist jedoch notwendig sich zu registrieren. Die Registrierung erfolg über den jeweiligen Eventbrite-Link.

Wir freuen uns auf Sie!

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Game Changer: ProTools Konnektivität für Horus und Hapi

Gerade erreichen uns große Neuigkeiten von Merging Technologies: Mit der PT64 wird es in Zukunft eine neue I/O-Karte für Horus und Hapi geben, die es ermöglicht direkt mit ProTools HD Karten zu kommunizieren. Damit wird es erstmals möglich sein, ProTools Systeme direkt in ein RAVENNA Netzwerk einzubinden. Wenn das mal keine News sind!

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Merging Technologies PT64 Option Card for Horus / Hapi

“The increasing popularity of Horus and Hapi in the Pro Tools community led to requests to improve the latency when used with HD systems. The PT64 card is the perfect plug in solution for HDX connectivity.  PT64 takes one card slot in Hapi or Horus and offers a 64 channel bi-directional connection. The cards can be doubled up to provide 128 channels in a single device. In addition to the obvious performance improvements, PT64 brings Pro Tools into the RAVENNA/AES67 world, as well as being able to utilize the vast array of digital I/O that comes as standard on these converters. The astounding quality and headroom of the mic preamps and the state of the art A/D and DA conversion is a further bonus for the serious Pro Tools user.  PT64 is shipping now.”

Ein erster Schwung Karten ist vorbestellt und wird voraussichtlich ab Ende September lieferbar sein. Für spezifischere Infos und Beratung wenden Sie sich gerne an Thomas Römann (040 4711 348 13 / tr@digitalaudioservice.de).

 

Hier finden Sie alle Merging Technologies Artikel bei uns im Shop. Die PT64 Option Card folgt sobald es genaueres Infos zu Preisen und Verfügbarkeit gibt.

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Countdown läuft: NADAC Präsentation bei CBA

Kurze Erinnerung: Nächstes Wochenende ist es soweit! Bei Claus Bücher Audio in Taunusstein feiert der NADAC D/A-Wandler von Merging Technologies seine Deutschlandpremiere. Das genaue Programm steht nun fest und darf dem wundervoll gestalteten Flyer unten entnommen werden :)

Wir freuen uns auf Sie und bitten, bei Interesse, um eine kurze Anmeldung bei Thomas Römann (040 4711 348 13 / tr@digitalaudioservice.de).

CBA

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Nuendo World Tour 2015

Yamaha und Steinberg gehen mit Nuendo 7 auf große Welttournee und machen dabei, mit unserer Unterstützung, auch ein paar Zwischenstops in Deutschland.

“Erlebt die neuen Features und Funktionen von Nuendo, der innovativen Softwarelösung für Game Audio, Musik, TV- und Film Post-Produktion in einem exklusiven Workshop! … Außerdem mit von der Partie: Nuage, die Controller-Lösung aus dem Hause Yamaha, mit der das Arbeiten in Nuendo noch effektiver wird.”

nuendo 7

Die Veranstaltungen sind kostenlos, es ist jedoch notwendig sich zu registrieren. Die Registrierung erfolg über den jeweiligen Eventbrite-Link. Pro Workshop gibt es 30 Plätze.

Die bislang bekannten Termine in Deutschland sind:

Es werden vorraussichtlich noch weitere Termine in anderen Städten kommen über welche wir Sie natürlich auf dem Laufenden halten werden.

Außerdem gibt es die Möglichkeit das System auf der SAE Allumni Convention am 22. und 23. Oktober in Berlin kennenzulernen. Die Ausstellung/Messe ist kostenlos. Wer möchte, kann mit Thomas Römann (040 4711 348 20 / tr@digitalaudioservice) im Vorab einen Termin zur Einzeldemo vereinbaren.

Wir freuen uns auf Sie!

Hier finden Sie alle Nuendo 7 und Nuage Artikel bei uns im Shop

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Mehrkanal-Präsentation und ‘NADAC’-Premiere bei Claus Bücher Audio

Am 3. und 4. Oktober findet bei Claus Bücher Audio (CBA) in Taunusstein eine von Meik Wippermann moderierte “Mehrkanalpräsentation der Extraklasse” statt. Im Mittelpunkt steht dabei der neue zwei- bis achtkanalige D/A-Wandler NADAC aus dem Hause Merging Technologies, über welchen die Mehrkanalsysteme von Geithain mit Material angesteuert werden.

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Es handelt sich um die Deutschlandpremiere des neuen D/A-Wandlers aus dem Hause Merging Technologies namens “NADAC”. Merging Technologies ist bekannt durch das Studiosystem “Pyramix”, welches von führenden Tonstudios in aller Welt benutzt wird. Vor allem im Bereich der professionellen DSD-Anwendung setzt Merging international die Maßstäbe. Der neue NADAC für den audiophilen Consumerbereich verarbeitet natives DSD bis zu max. 8 Kanälen und wird mit der einzigartigen Ravenna Software betrieben. Er ist höchstwertiger D/A-Wandler und Vorverstärker in einem Gerät. DSD wird hier nicht mehr über eine klanglich limitierende USB-Schnittstelle sondern via Ethernet über eine schnelle Gigabit-Schnittstelle verarbeitet. Das ermöglicht eine bisher nicht gekannte Klangqualität, ganz gleich ob in Stereo oder Mehrkanal. So nah waren wir bisher definitiv noch nie an der Masterqualität der Studioprofis.

Wo: Claus Bücher Audio (CBA), Aarstr. 114, 65232 Taunusstein
Wann: 3. Oktober, 11 bis 18 Uhr (mit anschließender high fideler Party) und 4. Oktober, 11 bis 15 Uhr
Kontakt: info@clausbuecheraudio.de oder Tel. 06128-23968

Wir, als deutscher und österreichischer Vertrieb von Merging Technologies, werden vor Ort von Thomas Römann vertreten, der das Projekt technisch betreuen wird. Außerdem wird es einen Infostand zum Thema Mehrkanal- und High-End-Audio geben.

Bitte beachten Sie, dass eine Teilnahme ohne Anmeldung leider nicht möglich ist. Anmeldungen können von uns entgegengenommen werden. Dazu einfach bei Thomas Römann telefonisch oder unter tr@digitalaudioservice.de melden.

Hier finden Sie die NADAC Produkte bei uns im Shop

 

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Nuage V1.7 released

YouTube Preview Image

Yamaha hat Anfang Juli eine neue Nuage Version veröffentlicht. Konkret handelt es sich dabei um eine neue Firmware V1.6 mit neuen Tools V1.7. Die Informationen sind leider bislang nur auf Englisch verfügbar. Hier gelangen Sie zur Übersicht der neuen Features und hier zu den Downloads.

Nuage V1.7 New Features:

1. Support for Nuendo 7 and its Improved Workflow
At the heart of the Nuage system is Steinberg Nuendo, an audio post production DAW that is a favorite with sound designers, mixing/recording engineers, and editors for its blazing editing speed, efficiency enhancing convenience, unrivalled sonic quality, and rock-solid stability.
The latest version of Nuendo adds VCA faders, support for game audio middleware, and other advanced features that provided an enhanced workflow.

  • Game Audio Connect: Fast, easy transfer of audio assets from Nuendo 7 to Audiokinetic Wwise middleware
  • Integrated ReConforming solution: Automatic re-editing of audio projects according to picture changes
  • Advanced project collaboration: Audio track import from other Nuendo projects from within an open Nuendo project
  • VCA faders for audio-post workflows: VCA fader automation using Nuendo routing operation patterns (independently from linked groups)
  • Render in place / render export: Allows any selected audio files to be rendered to a new audio track, and any selected audio files to be exported to a disk destination, including numerous individual options such as naming conventions
  • New plug-ins, updated plug-ins, and new plug-in manager: Quadrafuzz V2, Multiband Expander, Multiband Envelope Shaper, and VST Bass Amp

2. Speed and Convenience – Enhanced operation
Nuage has always been more than just a DAW controller because of its deep integration with high-level DAW software, but Nuage Version 1.7 goes even further with improved access to a variety of important functions. The following are a few of the improvements included in the Version 1.7 update that contribute to greater control and efficiency.

  • Automation mode setup and switching from the Nuage Master Channel Control page.
  • Multi Function Knob click level and click pan can be changed from the Nuage Master Control Room and Cue pages. Plug-ins can be inserted in the Control Room buses.
  • Section Control and Channel View Control can be customized. (for VCA assignments, etc.)
  • Support for the JL Cooper eBOX and eBOX GPI8 GPI interfaces. Remotely controllable from the Nuage Master.

3. Improved Avid Pro Tools Control
Nuage can switch between as many as three connected DAWs. Of course those DAWs can be Steinberg Nuendo or Cubase, but with the dedicated NUAGE PT Bridge driver Avid Pro Tools installations can be used as well. In response to requests from Pro Tools users, Nuage Version 1.7 expands the functionality of the NUAGE PT Bridge driver for even greater control and convenience.

  • Using the Plug-in Panel shown on the monitor display as a guide, the Nuage Fader Multi Function Knobs can be used for Pro Tools plug-in control.
  • The twelve Nuage Master User Assignable Buttons can be assigned to Pro Tools shortcut keys, allowing the user to use familiar shortcuts directly from the Nuage system.

* Nuage Version 1.7 supports Pro Tools 10~12 and Pro Tools HD 10~12 (Mac versions only).
* Nuendo or Cubase must always be assigned as DAW A. This means that a maximum of two Pro Tools instances can be connected to a Nuage system.
* Refer to the Nuage user’s manual for information on the Pro Tools parameters that can be controlled from Nuage.

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Nuage Trade In Kampagne / Nuendo 7 Crossgrades

Yamaha startet eine neue Trade-In Kampagne: Bis zum 31. Dezember 2015 können Sie die unten aufgeführten Artikel in schicke neue Nuage-Systeme eintauschen. Wenn Sie ein Produkt eintauschen wollen, das in der Liste nicht aufgeführt ist, melden Sie sich einfach bei uns und wir schauen mal, ob sich was machen lässt.

Zusätzlich bietet Steinberg ein Crossgrade von ProTools auf Nuendo 7 an.

  • ProTools Native 9/10/11/12: 1199,- €
  • ProTools HD/HDX 7/8/9/10/11/12: 999,- €

Hier finden Sie alle Nuage Trade In Artikel, und hier die Nuendo 7 Crossgrades.

Wenn es Fragen gibt melden Sie sich am besten bei Thomas Römann unter tr@digitalaudioservice.de oder 040 / 4711348-20.

“Looking to take your mixing into the future? If you have a discontinued Yamaha mixer or a third-party control surface, you can now trade it in for a Yamaha Nuage System and receive up to 7.000€ value for it. This offer is valid until the 31st of December 2015 and applies to the brands and devices stated below. If you want to trade in a device other than the mentioned controllers or consoles, please contact your Yamaha Nuage Dealer.

The Nuage Integrated Audio Production System brings it all together in a collaboration that defines new standards of quality and workflow efficiency for virtually every aspect of the production process. Yamaha control and interface hardware seamlessly integrates with Steinberg Nuendo DAW software in a purpose-built system that offers unprecedented productivity and flexibility, as well as premium audio quality.”

nuage trade in 3

Alle Nuage Artikel

Alle Nuendo 7 Versionen

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Laufzeitdifferenzen bei Multimikrofonie

Wer ein Signal mit nur einer Mikrofon-„Instanz“ aufnimmt (also mit einem einzelnen Mikro oder einem Stereo-Paar), wie es verbreitet in der Pop-Musik der Fall ist, der hat mit Fragen der Signallaufzeit nichts am Hut. Derlei Probleme entstehen erst, wenn dieselbe Signalquelle mehrfach aufgenommen wird und die Laufzeit des Signals zur „Instanz“ x nicht identisch mit derjenigen zur „Instanz“ y ist. Werden dann x und y in denselben Kanal zusammengemixt, taucht das Thema evtl. Signalauslöschungen auf: Dieselbe „Stelle“ im Signal liegt in den beiden Mikrofonspuren zeitlich nicht exakt übereinander, sondern zueinander verschoben; umgekehrt heißt dies, daß in den beiden Spuren am gleichen Zeitpunkt die Phasenlage im x-Signal eine andere sein kann als im y-Signal.

Daher die Auslöschungsproblematik, die unter dem Stichwort „Kammfiltereffekt“ in ihrer Frequenzabhängigkeit bekannt ist. Frequenzabhängigkeit ist gegeben, weil die Phasenlage der beiden gemixten Signale zueinander von der zeitlichen Ausdehnung eines vollen Wellendurchgangs abhängt und diese Ausdehnung wiederum von der Frequenz. Ist der Wellendurchgang z.B. 1/20 einer Sekunde lang (20Hz), so spielt eine Verschiebung des zugemixten Signals um beispielsweise eine Millisekunde (entsprechend ca. 34cm Schallweg) keine Rolle; bei einem Wellendurchgang von z.B. nur einigen Millisekunden sieht es anders aus.

Die spontane Reaktion hierauf wird zunächst sein, die Laufzeitdifferenz technisch komplett beseitigen zu wollen. Audiotechnisch würde halt einfach durch Signaldelay das nähere Mikro virtuell zum weiter entfernten versetzt. Theoretisch die perfekte Lösung, aber praktisch? Die Laufzeitdifferenz muß schon SEHR exakt bekannt sein, damit die Korrektur wirklich korrekt erfolgt. Solange es um strukturell sehr einfache Signale geht, ist sowas möglich, und es gibt inzwischen (VST- usw.) Plugins, denen man innerhalb einer Multitrack-Software die Berechnung des Delays (und seine Anwendung) gleich automatisiert überlassen kann. Wer aber mal ein solches Plugin auf komplexere Signale aus der Praxis ansetzt, wird schnell feststellen, daß es mit der Eindeutigkeit der vom Plugin vorgeschlagenen Ergebnisse vorbei ist. Beim einen Versuch kommt dieser Wert heraus, beim anderen jener. Inspiziert man die beiden Wellenformen manuell, zeigt sich, warum das so ist. Sie sind alles andere als identisch, jedenfalls bei weitem nicht genügend, um daraus den verläßlich-korrekten Laufzeitunterschied zu entnehmen. Das ist so, weil das Quellsignal zu komplex ist: Die Schallquelle ist kein idealer Punkt im Raum, sondern möglicherweise breit ausgedehnt, was schon bei einem Konzertflügel oder einer kleinen Kammermusikgruppe ausgeprägt der Fall ist, erst recht bei einem Chor oder Orchester; die Mikrofone stehen also in keinem Falle exakt hintereinander auf einer einzigen Linie der Schallabstrahlung, sondern es gibt viele Schallquell-Punkte und unendlich viele Abstrahlungsrichtungen, die für die beiden Mikros infolge ihrer unterschiedlichen Positionen unterschiedliches Ergebnis bringen; und auch der Raum mit der Vielzahl seiner Reflexionen trägt für beide Mikros an ihren unterschiedlichen Positionen zu unterschiedlichem Klangergebnis bei; hinzu kommen evtl. unterschiedliche Mikrofontypen, usw.

Schade, aber: Exakter Laufzeitausgleich ist in der Praxis meist nicht machbar.

Es gibt Tonmeister, die sich um die Problematik bekundetermaßen nicht sonderlich scheren, teils auch mit dem Hinweis, es gehe ja bei gängigen Schallwegdifferenzen zwischen den Mikros (also meist 1 bis 3 Meter) nur um Verzögerungen im Bereich von wenigen Millisekunden. Letzteres Argument ist allerdings sicherlich unrichtig. Von „NUR Millisekunden“ zu sprechen, verkennt die Gegebenheiten beim Schall. Denn eingangs genannte Zahlen deuten schon an, daß man bei Laufzeitverzögerungen im Millisekundenbereich gar nicht weit in der Frequenzskala nach oben zu gehen braucht, um arge Phasenverschiebungen zu haben: Wer zwei gleich laute Signale mischt, die 5 Millisekunden (ca. 1,70m) verschoben sind, der bekommt eine 180°-Phasendifferenz und damit Totalauslöschung schon bei einer Frequenz von 100Hz (u. 300Hz usw. aufwärts). Um das Problem rein laufzeittechnisch als entschärft betrachten zu können, müßten die Laufzeitdifferenzen gegenüber dem Rechenbeispiel mindestens 100-150fach verkleinert sein, also im unteren Mikrosekunden-Bereich liegen, damit die Auslöschungen nach oben in Frequenzbereiche „verbannt“ wären, wo sie nicht mehr so stark stören könnten (aber immerhin auch noch bedauerlich wären); anders ausgedrückt, müßten die Schallwegsdifferenzen im einstelligen Zentimeterbereich oder weniger liegen. Mit dem Hinweis „nur Millisekunden“ kann man sich also richtigerweise nicht beruhigen.

Aber vielleicht verschiebt man eben eines der Signale so, daß „nur Mikrosekunden“ dabei herauskommen? Dann hätte man die beschriebene Verlagerung der Auslöschung ausschließlich in oberste Frequenzbereiche. Nun, abgesehen davon, daß —wie schon gesagt— Auslöschungen z.B. bei 15kHz auch immerhin noch ärgerlich wären (wenn man sie denn anderweitig umgehen könnte), ist diese Lösung praktisch ohnehin kaum erreichbar. Und das schlicht aus dem gleichen Grund wie oben in puncto exakter Laufzeitausgleich. Beim Versuch eines exakten Laufzeitausgleichs reicht die erwähnte Unsicherheit schon in den untersten Millisekundenbereich. Wer in derlei Größenordnung „ins Schwimmen“ mit der korrekten Bemessung der Laufzeitdifferenz kommt, der kann von vornherein vergessen, sich in der Größenordnung von Mikrosekunden diesem Maß nähern zu wollen. Anders ausgedrückt: Wenn man die korrekte Laufzeitdifferenz so schlecht findet, gibt es auch keine mikrosekunden-feine Annäherung an sie.

Vorrangige Lösung kommt aber —anstatt aus der zeitlichen Dimension— vom Signalpegel her. Es war die Rede davon, daß zwei „gleich laute“ Signale gemixt werden (wenn Totalauslöschung die Folge sein soll). Sofern Tonmeister bekunden, sich nicht um Laufzeiten zu scheren, ist dies in aller Regel der Grund: Sie tun es im Ergebnis doch, indem sie eines der beiden Signale im Mix gegenüber dem anderen stark reduzieren. Mit 10 oder mehr dB Differenz wird aus dem Kammfilter eine erträgliche leichtere Welligkeit.

Wer dann immer noch etwas tun möchte, kann wieder zur Dimension Zeit zurückkehren und zusätzlich dem Rat z.B. von Michael Dickreiter folgen (u.a. in: „Mikrofon-Aufnahmetechnik“): Ungefähr-groben Laufzeitausgleich zwischen den beiden Mikros kalkulieren, und dann pauschal 20ms Delay für das lautstärkenreduzierte Mikro addieren. Die 20ms-Addition klingt zunächst etwas eigenartig, denn je größer die Laufzeitdifferenz, umso weiter nach unten verschieben sich die untersten von Auslöschungen betroffenen Frequenzen (vgl.o.). Nun ja, aber hier geht es nicht mehr um Verschiebung von betroffenen Frequenzen. Das müßte in der Tat zur anderen Seite hin erfolgen, also durch möglichst winzige Laufzeitunterschiede, ist aber praktisch sowieso fruchtlos, wie vorher festgestellt. 20ms ist vielmehr schon so viel zeitlicher Zwischenraum, daß die inhaltliche Ähnlichkeit beider Wellenformen zum selben Zeitpunkt zumeist bereits gering ist. Zusammen mit der vorher erwähnten Pegeldifferenz sind dann Auslöschungen deshalb kein Thema mehr.

Soweit zur Theorie. Wäre schön, ein bißchen Feedback aus der Praxis zu bekommen. Wie haltet Ihr es im tontechnischen Alltag mit den Laufzeiten bei Multimikrofonie??

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