NAMM 2012 : Apogee Symphony Thunderbridge

Nach Universal Audio der nächste Thunderbolt-Kandidat : Apogge bringt das bekannte Symphony System jetzt auch für Thunderbolt. Das System mutiert damit zur einzigen professionellen 64-Kanal Schnittstelle für MacBookPro und iMac sowie den MacMini.

Als Zusatznutzen wurden in der neuen Version  Symphony 4.2 auch die Legacy-Wandler Rosetta 800 und AD-/DA-16X wieder an Bord geholt. Das ist eine ausserodentlich gute Nachricht für Leute die noch die alte Symphony PCI am Laufen haben und sich immer gefragt haben wie es denn Rechnertechnisch mal weitergehen soll.

das möchte ich kommentieren ...

NAMM 2012: Waves NLS

Bei der heutigen Rechenleistung üblicher off-the-shelf Computer war es ja nur eine Frage der Zeit bis ganze Mischpulte als PlugIn-Emulation herauskommen. Bis es ein komplettes Mischpult als Software kommt dauert wohl noch ein bißchen, Vorreiter Harrison hatte ja mit dem MixBus schon gezeigt wo die Reise hingeht (hinge da nur nicht dieser fürchterliche Sequencer dran). Inziwschen kommt Waves mit der halbgaren Lösung, die aus einem Haufen PlugIns besteht. Man packt sich die Konsolenemulation in jeden Kanal und in die Summe kommt dann das Summier-PlugIn. Erinnert verdächtig eine an eine Shareware, deren Namen ich gerade vergessen habe…

Egal. Die Waves-Leute haben keine Kosten und Mühen gescheut und sich altehrwürdige Konsolen vorgenommen: die unvermeidbare SSL 4000, die unbezahlbare EMI TG12345 Mk IV und die unförmige Neve 5116. Alles wurde bis in die letzte Leiterbahn analysiert, abgemalt und nachgemacht. Schick sieht es aus, wie es klingt und was es kostet kommt später.

das möchte ich kommentieren ...

NAMM 2012 : CASIO XW-P1

Haltet mich für bescheuert,  aber ich war sehr gerührt zu erfahren das Casio endlich wieder einen Synthesizer rausbringt. Nach Jahrzehnten voll mit Taschenrechnern und Billo-Leuchtasten-Home-Keyboards besinnt sich der japanische Hersteller endlich auf seine Tradition. Geräte wie der legendäre CZ 1000 oder der VZ-10M waren damals King im Low-Budget Bereich und machten sich im Einheitsbrei  von Yamaha FM-Schlachtschiffen und Rolands schrecklicher D-Serie durch lustiges Design und schräge Parameter einen Namen. Nicht zu vergessen der Sound, mit dem man Zähne ziehen konnte. Wieviel CZ im neuen XW-P1 steckt bleibt abzuwarten, angeblich sind die näselnden Phase-Distortion-Wellenformen alle mit drin. Grundsätzlich aber wendet sich der XW-P1 wohl eher nicht an den Elektro-Schrauber sondern mehr an den Individualisten unter den Top40-Musikern, der keinen Bock auf MOTIF oder Jupiter 80 hat.  Vielleicht kommt aber auch die 80er-Jahre Keyboard-Burg zurück, wer weiss…

das möchte ich kommentieren ...

NAMM 2012: RME UCX

Nachdem RME letztes Jahr den Platzhirsch Fireface 400 in Rente geschickt hatte blieb in der Preisklasse zwischen 800 und 2000 Euro nicht mehr viel Auswahl an Interfaces.  Vom Oldtimer Fireface 800 mal abgesehen. Die Lücke wird ein wenig aufgefüllt mit dem Fireface UCX. Platt gesagt handelt es sich um ein halbiertes UFX bzw. ein UC mit dem inzwischen bekannten on-board DSP.  Auf der In-/Output-Seite die gewohnte Austattung : 2x MicPre, 2x DI, 4x LineIn (die Mics und DIs natürlich auch als LineIn nutzbar) dazu 8 Ausgänge, ADAT & S/P-DIF. Neu im Gegensatz zum Fireface 400 / UC ist das es sowohl Firewire als auch USB an Board hat und, wie schon gesagt den DSP vom UFX der es erlaubt Effekte direkt im Totalmix zu benutzen, um zum Beispiel den Monitormix mit Hall zu versehen. Neu ist auch die mitgleiferte Remote – 1 Encoder und zwei programmierbare Taster. Optional gibt es noch eine Advanced Remote mit mehr Tastern.

Weltneuheit ist hingegen die Ansage das das Ding auch mit iOS funzt – da bin ich mal gespannt wie oft ich mich in Zukunft mit iPads rumärgern muss :)

Preise : UVP liegt 1290 Euro für das UCX, die Advanced Remote kommt für 179 Euro.

das möchte ich kommentieren ...

NAMM 2012: Universal Audio Apollo

..and now for something completely different

Das hätte sich der olle Bill Putnam wohl nie träumen lassen: Universal Audio kommt mir einem Audio-Interface !! Apollo heißt der Vogel und der hat ne Menge auf dem Kasten wie es scheint. Erstmal kommt das Ding mit 4 High-End Micpres, 4 weiteren Analog-Eingängen, insgesamt 14 analogen Ausgängen sowie 10 digitalen I/Os (ADAT/SMUX & SP-DIF).  Soweit so gut, Preamps und Wandler gab´s auch schon früher von UA – die beiden Knaller in der Kiste sind :

-eingebaute UAD-Karte (DUO oder QUAD wahlweise) für DSP-Effekte und I/O-Routing (inkl. schickem Vintage-mäßigen Mixer)

- optionale Thunderbolt-Schnitstelle (ab Sommer zum retro-fitten)

Letzteres ist eine kleine Sensation, da ist UA der erste Hersteller am Platz der Intels neue Compumegahyperglobal-Schnittstelle benutzt. Dolle Sache, man verspricht bei der Quad-Version Latenzen von 2ms. Kompatibel mit allem, sogar Windows (dort allerdings nur per Firewire 800) wird unterstützt :)

Preise : rund 2400 Euro (DUO) bzw. 3000 Euro (QUAD)

..und schick ist´s. Warm anziehen können sich Apogee, RME, Metric Halo und vielleicht sogar Prism Sound.

Tschöös

Arne

das möchte ich kommentieren ...

AVID : Achtung Preiserhöhung!!

Freunde,

alles wird teurer, jedes Jahr und besonders gemein oft nach einschlägigen Messen. Da in Anaheim im Moment die Winter-NAMM 2012 tobt, sickerten erste Gerüchte durch das AVID Anfang Februar an der Preisschraube drehen wird.  Genaue Zahlen weiss man nicht aber es wird passieren. Für alle die noch schwanken vielleicht eine Entscheidungshilfe, genau jetzt in die wunderbare Welt von Pro Tools einzusteigen.

Kontaktiert uns gerne direkt, unser Pro-Tools-Mann ist Thomas Römann tr@digitalaudioservice.de  / Tel. 040471134820

bis denne

Arne

das möchte ich kommentieren ...

Guess Who´s Back: Lemur is wieder da

YouTube Preview Image

Totgesagte Leben länger : Nachdem sich Jazzmutant vor einiger Zeit angesichts der Apple- Ipad-Flut aus dem Geschäft für Touchscreen-Controller zurückgezogen hat, kommt jetzt eeeendlich die SoftwareVariante für eben dieses iPad. Die Vorteile liegen auf der Hand: alles ist billiger und besser und schneller und hübscher und vor allen Dingen leichter und drahtloser. Ich kann mich noch dran erinnern wie damals einen echten Lemur mit WLAN und Akkupack versehen habe – der Kunde hat heute noch Rückenschmerzen…

Wer hat´s erfunden?

Bis denne

Arne

das möchte ich kommentieren ...

Apple: Logic Studio ab sofort nur noch im AppStore

Kleine Info am Rande: Apple macht den Sack weiter zu und nimmt dem Einzelhandel den Softwarevertrieb jetzt komplett aus der Hand. Nachdem FinalCut schon in den AppStore umgezogen ist, folgt jetzt die ganze Logic Palette. Sämtliche Versionen inkl. der Anhängsel MainStage, Soundtrack Pro, Waveburner und die komplette SoundLibrary kann man sich jetzt nur noch im AppStore runterladen: bei fast 50 GB für das komplette StudioBundle sicherlich ein großer Spass. Einziger Vorteil: Man kann jetzt Bestandteile des alten Studio-Paketes einzeln kaufen, was dann extrem günstig ist. So kostet Logic Pro 9 einzeln im AppStore nur noch schlappe 149 Euro. Aber ansonsten ist dieser Schachzug nicht besonders clever. Vor allen Dingen da der AppStore ja erst ab MacOSX 10.6.8 funktioniert schauen User älterer System mal schön in die Röhre…aber was reg´ich mich auf..

Tschö Arne

das möchte ich kommentieren ...

NEU : Avid Pro Tools 10 & Avid Pro Tools HDX

Na det große X is da :

Avid enthüllt heute eeendlich den Nachfolger der leicht angegrauten HDCore & HDAccel Karten. Wir erinnern uns : Bei der letzten großen Update-Runde kam das in weiten Teilen bahnbrechende Pro Tools 9 . Bei der Gelegenheit wurden die HD-Interfaces einmal runderneuert und es gab auch neue MBoxen. Was übrig war, waren die alten DSP-Karten.

Avid HDX ersetzt HDCore und HDAccel

Der neue Shit heisst HDX (nicht zu verwechseln mit der HDx-Option für die VENUE !) und unterscheidet sich komplett von den alten DSP-Karten. Nicht nur das das Teil vergleichsweise winzig ist  – etwa so groß wie eine HD-Native Karte – es handelt sich auch um eine komplett neue Architektur. Die alten Motorola DSPs sind weg, HDX setzt jetzt  auf FPGA kombiniert mit DSP und Host-Processing. Ohne jetzt zu sehr mit Technikkram zu nerven : Ein auf FPGAs basierendes System hat den Vorteil wesentlich flexibler und offener zu sein als ein reines DSP-System. Kommende Software Revisionen können deswegen mit ein und derselben Hardware auf völlig andere Anwendungen und Features hin optimiert werden. FPGAs findet man in der Audiowelt z.B. in den Metric-Halo Interfaces oder auch bei RME.  Bei HDX sieht es so aus, dass die Voices von der FPGA, die PlugIns auf dem DSP und wahlweise auf dem Host (aka Computer) laufen. Im Klartext: HDX kann 256 Voices  fahren ohne einen DSP anzufassen oder den Host zu belasten. Man pickt sich also überall die Rosinen raus.  Ergo kann man jetzt auch den Rechner mitbenutzen und braucht sich nicht mehr fragen wozu man 8 oder 12 CPUs an Bord hat während die HD-Karte aus dem letzten Loch pfeift.

Die wichtigsten Eckdaten zu HDX :

  • nur noch eine Karte. 3 Stück davon können kaskadiert werden
  • pro Karte 64 I/O (maximum also 192 I/O)
  • 256 Voices pro Karte
  • minimum Latenz 0.7ms (96KHz / 64 samples / mit HD I/O)
  • 5fache Rechenleistung im Verglich zu HDCore
  • 32 Bit floating Point Audio / 64Bit Summierung
  • Unterstützt die aktuellen HD-Interfaces sowie die alten blauen Kisten

 

Pro Tools 10

Und weil es so schön ist gibt es auch gleich ein Major-Update für Pro Tools. Nachdem Nummer 9 schon revolutionäre Features wie ASIO/ CoreAudio-Support bot geht Avid nun weiter mit der Axt gegen alte Flausen vor :  TDM ist weg. Zusammen mit den alten DSPs geht das System in Rente. Das neue Ding ist AAX. Der beiden großen Vorteile sind : AAX läuft auf der HDX-Karte und auf dem Host. RTAS wird nativ noch  unterstützt aber dann wohl  auch aussterben, was einige Leute freuen wird. Zweitens : AAX-PlugIns liegen in 32-Bit float vor. TDM war immer 24Bit fixed (im Gegensatz zu VST und AU – deswegen auch immer der höllische Preisunterschied).

Pro Tools 10 ist komplett 64Bit fähig und bietet die Möglichkeit die komplette Session in den RAM zu laden – die Gedenkpause beim Drücken auf die Play-Taste  mehr bis die Kiste los läuft entfällt in Zukunft.  Das gleiche gilt für das Anfahren von Memory-Punkten und dem verändern von Loops während der Wiedergabe – alles sofort ohne Unterbrechung. Desweiteren gibt es eine Fülle von kleinen Neuerungen inkl. neuer Plug Ins basierend auf der Euphonix System 5.

Weiteres :

  • Fades werden jetzt in Echtzeit berechnet. Nie wieder Fade-files…
  • Clip-basiertes Gain vereinfacht die Arbeit Files aus verschiedensten Quellen
  • Hardware RAIDs und NAS werden unterstützt für Aufnahme und Wiedergabe
  • WAV und AIFF können gleichzeitig benutzt werden
  • Split Stereo ist tot, Interleaved Files werden endlich unterstützt
  • neue EUCON Version unterstützt 500 weitere Befehle auf den Controllern-fomrely-known-as-Euphonix
  • neues Production Toolkit fasst Machine Control, Sattelite Link und andere Optionen in einem Paket zusammen
  • Pro Tools HD 10 läuft mit : HDX, HD Native und HD TDM, Mac OS 10.7 und Windows 7
  • Wie gehabt gibt es auch Pro Tools 10 ohne HD für ASIO / CoreAudio und Avid M-Box

Eine Menge Holz, zumal das letzte Update gar nicht so lang her ist.  Information zu Preisen, Upgrades und Verfügbarkeit folgen asap.

Gute Nacht

Arne

 

das möchte ich kommentieren ...