Musikmesse 2012: Waves V9

Ach ja, dass es diese Woche neues Zeugs hagelt war ja irendwie vorhersehbar. Den Anfang macht Waves :

V9 ist die neueste Version der allseits beliebten Studiostandard-PlugIn-Bundles. Der lange ersehnte 64Bit-Support ist damit am Start. Ausserdem sägen die Damen und Herren aus TelAviv den Ilok ab – schade ich hatte gerade herausgefunden wie man die PlugIns auf Ilok authorisiert ohne völlig durchzudrehen… Waves setzt nun auf eine computergebundene Lizenz-Lösung mittels eigener Software zur Verwaltung. User von Native Instruments kennen das System. Es wird ein Licence-Center geben welches die Authorisierung direkt auf dem Arbeitsrechner vornimmt und jederzeit die Lizenzen verwalten kann. Wer 2 Rechner hat darf deswegen in Zukunft auch alles doppelt kaufen :)

Systemvoraussetzungen:

    • Mac : mind Intel Core 2 Duo, Mac OSX 10.6.8
    • PC : mind. Intel Core 2 Duo, Windows 7

Viel Spass, Arne

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Apple: Mountain Lion & andere Gerüchte

Ach ich weiss nicht. Früher gab es gefühlte alle 100 Jahre mal ein neues Betriebssystem heute geht alles Knall auf Fall. Während sich die meisten User noch mit 10.7 alias Lion herumärgern und sich tonnenweise Updates auf den Rechner schaufeln müssen um irgendwie handlungsfähig zu bleiben kommt aus Cupertino schon die nächste Katze angefahren. Und das nach knapp 12 Monaten. Geht´s noch  ?

Es wäre alles halb so wild wenn der Anwender sich das System aussuchen könnte. Aber nicht mit Apple: Alle neuen Rechner laufen nur mit 10.7 und ab Sommer 2012 werden alle neu gekauften Macs nur noch mit 10.8 alias Mountain Lion laufen. Was es dann wieder für Probleme gibt weiss man noch nicht, aber es wird mit Sicherheit wieder ein großer Spass.  Es sei allen Leuten die in diesem Jahr einen neuen Mac kaufen wollen / müssen geraten das tunlichst vor der Ankunft des Berglöwen zu tun, das spart sicherlich Zeit, Geld und Nerven.

Doof nur das sich diverse Neuerungen der Hardware wahrscheinlich mit dem Erscheinen von 10.8 überschneiden werden. Das neue große Ding bei Intel heisst Ivy Bridge und ersetzt die momentan in allen Macs (ausser MacPro) verbaute Sandy Bridge Architektur. Die Einführung von Ivy Bridge wurde schon mehrfach verschoben, erst hies es März, dann April. Wahrscheinlich läuft die Serienfertigung erst im Sommer an und dann ist der Weg frei für das neue Mac Book Pro und den neuen Mac Pro.  Der Mac Pro 2012 kommt dann mit der neuesten Generation des Intel Xeon mit dem Namen E5. Der hat dann bis zu 8 Kerne und ist extra stromsparend. Sonstige Details sind unklar, z.B ob die Kiste noch PCIe Slots hat oder es sich um einen aufgepumpten MacMini handelt oder ob auf den letzten Drücker die Kiste doch noch beerdigt wird – alles offen.

MacBookPro : Man rechnet damit das die MacBook Pro und die MacBook Air-Serien zusammengefasst werden.  Das heisst super-dünn, nur noch SSD und kein optisches Laufwerk mehr. Apple sieht DVDs und CDs als vorsintflutlichen Ballast an und wird diese deswegen in Zukunft nicht mehr unterstützen. Viel Spass beim installieren !

An apple a day keeps the doctor away, oder auch nicht…

Arne

P.S. die neuen Ipad-mäßigen Features von 10.8 sind in einer Pro-Umgebung total nutzlos…

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NAMM 2012 : Apogee Symphony Thunderbridge

Nach Universal Audio der nächste Thunderbolt-Kandidat : Apogge bringt das bekannte Symphony System jetzt auch für Thunderbolt. Das System mutiert damit zur einzigen professionellen 64-Kanal Schnittstelle für MacBookPro und iMac sowie den MacMini.

Als Zusatznutzen wurden in der neuen Version  Symphony 4.2 auch die Legacy-Wandler Rosetta 800 und AD-/DA-16X wieder an Bord geholt. Das ist eine ausserodentlich gute Nachricht für Leute die noch die alte Symphony PCI am Laufen haben und sich immer gefragt haben wie es denn Rechnertechnisch mal weitergehen soll.

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NAMM 2012: Waves NLS

Bei der heutigen Rechenleistung üblicher off-the-shelf Computer war es ja nur eine Frage der Zeit bis ganze Mischpulte als PlugIn-Emulation herauskommen. Bis es ein komplettes Mischpult als Software kommt dauert wohl noch ein bißchen, Vorreiter Harrison hatte ja mit dem MixBus schon gezeigt wo die Reise hingeht (hinge da nur nicht dieser fürchterliche Sequencer dran). Inziwschen kommt Waves mit der halbgaren Lösung, die aus einem Haufen PlugIns besteht. Man packt sich die Konsolenemulation in jeden Kanal und in die Summe kommt dann das Summier-PlugIn. Erinnert verdächtig eine an eine Shareware, deren Namen ich gerade vergessen habe…

Egal. Die Waves-Leute haben keine Kosten und Mühen gescheut und sich altehrwürdige Konsolen vorgenommen: die unvermeidbare SSL 4000, die unbezahlbare EMI TG12345 Mk IV und die unförmige Neve 5116. Alles wurde bis in die letzte Leiterbahn analysiert, abgemalt und nachgemacht. Schick sieht es aus, wie es klingt und was es kostet kommt später.

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NAMM 2012 : CASIO XW-P1

Haltet mich für bescheuert,  aber ich war sehr gerührt zu erfahren das Casio endlich wieder einen Synthesizer rausbringt. Nach Jahrzehnten voll mit Taschenrechnern und Billo-Leuchtasten-Home-Keyboards besinnt sich der japanische Hersteller endlich auf seine Tradition. Geräte wie der legendäre CZ 1000 oder der VZ-10M waren damals King im Low-Budget Bereich und machten sich im Einheitsbrei  von Yamaha FM-Schlachtschiffen und Rolands schrecklicher D-Serie durch lustiges Design und schräge Parameter einen Namen. Nicht zu vergessen der Sound, mit dem man Zähne ziehen konnte. Wieviel CZ im neuen XW-P1 steckt bleibt abzuwarten, angeblich sind die näselnden Phase-Distortion-Wellenformen alle mit drin. Grundsätzlich aber wendet sich der XW-P1 wohl eher nicht an den Elektro-Schrauber sondern mehr an den Individualisten unter den Top40-Musikern, der keinen Bock auf MOTIF oder Jupiter 80 hat.  Vielleicht kommt aber auch die 80er-Jahre Keyboard-Burg zurück, wer weiss…

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NAMM 2012: RME UCX

Nachdem RME letztes Jahr den Platzhirsch Fireface 400 in Rente geschickt hatte blieb in der Preisklasse zwischen 800 und 2000 Euro nicht mehr viel Auswahl an Interfaces.  Vom Oldtimer Fireface 800 mal abgesehen. Die Lücke wird ein wenig aufgefüllt mit dem Fireface UCX. Platt gesagt handelt es sich um ein halbiertes UFX bzw. ein UC mit dem inzwischen bekannten on-board DSP.  Auf der In-/Output-Seite die gewohnte Austattung : 2x MicPre, 2x DI, 4x LineIn (die Mics und DIs natürlich auch als LineIn nutzbar) dazu 8 Ausgänge, ADAT & S/P-DIF. Neu im Gegensatz zum Fireface 400 / UC ist das es sowohl Firewire als auch USB an Board hat und, wie schon gesagt den DSP vom UFX der es erlaubt Effekte direkt im Totalmix zu benutzen, um zum Beispiel den Monitormix mit Hall zu versehen. Neu ist auch die mitgleiferte Remote – 1 Encoder und zwei programmierbare Taster. Optional gibt es noch eine Advanced Remote mit mehr Tastern.

Weltneuheit ist hingegen die Ansage das das Ding auch mit iOS funzt – da bin ich mal gespannt wie oft ich mich in Zukunft mit iPads rumärgern muss :)

Preise : UVP liegt 1290 Euro für das UCX, die Advanced Remote kommt für 179 Euro.

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NAMM 2012: Universal Audio Apollo

..and now for something completely different

Das hätte sich der olle Bill Putnam wohl nie träumen lassen: Universal Audio kommt mir einem Audio-Interface !! Apollo heißt der Vogel und der hat ne Menge auf dem Kasten wie es scheint. Erstmal kommt das Ding mit 4 High-End Micpres, 4 weiteren Analog-Eingängen, insgesamt 14 analogen Ausgängen sowie 10 digitalen I/Os (ADAT/SMUX & SP-DIF).  Soweit so gut, Preamps und Wandler gab´s auch schon früher von UA – die beiden Knaller in der Kiste sind :

-eingebaute UAD-Karte (DUO oder QUAD wahlweise) für DSP-Effekte und I/O-Routing (inkl. schickem Vintage-mäßigen Mixer)

- optionale Thunderbolt-Schnitstelle (ab Sommer zum retro-fitten)

Letzteres ist eine kleine Sensation, da ist UA der erste Hersteller am Platz der Intels neue Compumegahyperglobal-Schnittstelle benutzt. Dolle Sache, man verspricht bei der Quad-Version Latenzen von 2ms. Kompatibel mit allem, sogar Windows (dort allerdings nur per Firewire 800) wird unterstützt :)

Preise : rund 2400 Euro (DUO) bzw. 3000 Euro (QUAD)

..und schick ist´s. Warm anziehen können sich Apogee, RME, Metric Halo und vielleicht sogar Prism Sound.

Tschöös

Arne

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AVID : Achtung Preiserhöhung!!

Freunde,

alles wird teurer, jedes Jahr und besonders gemein oft nach einschlägigen Messen. Da in Anaheim im Moment die Winter-NAMM 2012 tobt, sickerten erste Gerüchte durch das AVID Anfang Februar an der Preisschraube drehen wird.  Genaue Zahlen weiss man nicht aber es wird passieren. Für alle die noch schwanken vielleicht eine Entscheidungshilfe, genau jetzt in die wunderbare Welt von Pro Tools einzusteigen.

Kontaktiert uns gerne direkt, unser Pro-Tools-Mann ist Thomas Römann tr@digitalaudioservice.de  / Tel. 040471134820

bis denne

Arne

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Guess Who´s Back: Lemur is wieder da

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Totgesagte Leben länger : Nachdem sich Jazzmutant vor einiger Zeit angesichts der Apple- Ipad-Flut aus dem Geschäft für Touchscreen-Controller zurückgezogen hat, kommt jetzt eeeendlich die SoftwareVariante für eben dieses iPad. Die Vorteile liegen auf der Hand: alles ist billiger und besser und schneller und hübscher und vor allen Dingen leichter und drahtloser. Ich kann mich noch dran erinnern wie damals einen echten Lemur mit WLAN und Akkupack versehen habe – der Kunde hat heute noch Rückenschmerzen…

Wer hat´s erfunden?

Bis denne

Arne

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Apple: Logic Studio ab sofort nur noch im AppStore

Kleine Info am Rande: Apple macht den Sack weiter zu und nimmt dem Einzelhandel den Softwarevertrieb jetzt komplett aus der Hand. Nachdem FinalCut schon in den AppStore umgezogen ist, folgt jetzt die ganze Logic Palette. Sämtliche Versionen inkl. der Anhängsel MainStage, Soundtrack Pro, Waveburner und die komplette SoundLibrary kann man sich jetzt nur noch im AppStore runterladen: bei fast 50 GB für das komplette StudioBundle sicherlich ein großer Spass. Einziger Vorteil: Man kann jetzt Bestandteile des alten Studio-Paketes einzeln kaufen, was dann extrem günstig ist. So kostet Logic Pro 9 einzeln im AppStore nur noch schlappe 149 Euro. Aber ansonsten ist dieser Schachzug nicht besonders clever. Vor allen Dingen da der AppStore ja erst ab MacOSX 10.6.8 funktioniert schauen User älterer System mal schön in die Röhre…aber was reg´ich mich auf..

Tschö Arne

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